23.05.2021 07:00 |

Bullen in Partylaune

„Wir haben es mit den Fans genossen“

Meister Salzburg beschloss die Saison mit einer Gala gegen Wattens. Spieler und Betreuer genossen den Zuspruch des Publikums, Sportdirektor Christoph Freund wurde wehmütig.

Große Euphorie zum großen Finale: Erstmals seit Monaten durften wieder 3000 Fans in die Bullen-Arena. Diese gaben nicht nur von Beginn an Vollgas, sondern erlebten schon vor dem Ankick des Spiels gegen die WSG Tirol eine große Geste. Die Gäste standen dem Serienmeister Spalier!

Ehrfürchtig zeigten sich die Tiroler dann auch in der Partie, die die Hausherren per 4:0-Kantersieg deutlich zu ihren Gunsten entschieden. Bernardo jubelte dabei über sein erstes Bundesliga-Tor nach 1743 (!) Tagen, überragender Akteur war aber Mergim Berisha, der zum Saisonabschluss einen Dreierpack schnürte. „Ich freue mich riesig und muss mich bei meinen Mitspielern bedanken“, erklärte der Deutsche. Das Sportliche spielte beim Kehraus nur noch eine untergeordnete Rolle, hatte Salzburg doch das Double längst fixiert.

Ulmer stemmte Teller
Der Fokus lag auf den Fans sowie den Feierlichkeiten nach der Gala. Patrick Farkas und Karim Adeyemi verzückten die Anhänger mit artistischen Einlagen, Jesse Marsch und Torschützenkönig Patson Daka nahmen ihre Trophäen für den besten Trainer und Spieler der Saison in Empfang. Ehe Kapitän Andreas Ulmer nach einem Konfettiregen einmal mehr die Ehre vorbehalten war, den Meisterteller gen Salzburger Abendhimmel zu strecken. „Es war super! Echt cool, dass wieder Leute im Stadion sind. So macht eine Meisterfeier Spaß“, erklärte die Klublegende in Anspielung an die letzten eroberten Titel vor Geisterkulisse.

„Wir haben es mit den Fans genossen. Zwei Titel zu holen – das ist etwas ganz Großes“, ergänzte der 35-Jährige, auf den mit der EURO bereits das nächste Highlight wartet.

Berisha: „Ein besonderer Tag“
Auch Berisha, der die U21-EM mit Deutschland bestreiten wird, hob die Rückkehr des Bullen-Anhangs hervor. „Ich bin froh, dass wieder Zuschauer dabei waren. Das war ein ganz besonderer Tag.“

Diesen Eindruck hatten wohl alle Salzburg-Akteure, wie auch Trainer Jesse Marsch, der Salzburg nach zwei Jahren mit dem nationalen Titel-Maximum von vier Trophäen verlässt. „Ich kann nur sagen: Vielen Dank! Man hat diese Stimmung, diese Energie und die Mentalität gesehen.“

Weiter an der Salzach arbeiten wird Sportdirektor Christoph Freund. „Ich genieße diesen Moment. Es war ein extrem runder Tag mit cooler Atmosphäre. Es wirkte, als wäre das Stadion voll. Das sind wir nicht mehr gewohnt“, zeigte sich der Pinzgauer höchst erfreut.

„Es ist nicht einfach“
Einziger Wermutstropfen an einem ansonsten rundum gelungenen Tag für die Bullen: Freund war bewusst, dass die Mannschaft nie wieder in dieser Konstellation zusammen sein würde. „Es ist ein super schöner Tag. Es ist aber nicht so einfach, wenn wieder Trainer und Spieler gehen“, meinte der empathische 43-Jährige, dem das Zwischenmenschliche besonders wichtig ist. Weshalb er in Richtung Marsch meinte, dass dieser eine große Lücke hinterlassen würde, um schnell wieder das Thema zu wechseln: „Jetzt freue ich mich aber aufs Feiern!“

Christoph Nister
Christoph Nister
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