20.05.2021 06:00 |

Neuer ÖSV-Boss

Karl Schmidhofer: „Fühle mich als stolzer Steirer“

Karl Schmidhofer tritt im Juni die Nachfolge von Peter Schröcksnadel als Präsident des Österreichischen Skiverbandes an. Mit der „Krone“ sprach der Onkel von Weltmeisterin Nici Schmidhofer über Kritiker, die ihn als Platzhalter sehen, und ein wichtiges Telefonat mit der Frau.

Krone: Walchhofer oder Götschl hieß es - die Nachfolge von Langzeit-Skiverbandspräsident Peter Schröcksnadel treten nun aber Sie an. Hat sich Ihr Leben schon geändert?

Karl Schmidhofer: (lacht) Ich hab mich jedenfalls binnen kürzester Zeit entscheiden müssen. Erst um 23.30 Uhr hat mich in der Sitzung der Kollege aus Niederösterreich gefragt, ob ich nicht antreten will. Ich muss dazusagen, dass ich zuerst meine Frau angerufen habe. Gott sei Dank hat sie um diese Uhrzeit abgehoben, sonst hätte ich wohl Nein gesagt

Mittlerweile sind nur noch Sie als Kandidat übrig, am 19. Juni werden Sie in das Amt gewählt. Was macht Sie zum geeigneten Präsidenten des erfolgreichsten Verbandes im Land?
Ich bin seit 15 Jahren im steirischen Verband, davon drei als Präsident. Ich habe am Kreischberg, im Lachtal, auf der Grebenzen Veranstaltungen durchgeführt, bin gut vernetzt. Dazu habe ich eine 100-prozentige Wirtschaftskompetenz. In kurzer Zeit waren sechs Landespräsidenten hinter mir. Ich spüre viel Zustimmung.

Die Steiermark, Ihr Bundesland, hat sich aber erst der Stimme enthalten...
Absolut verständlich, ich bin niemandem böse. Ich selbst war in dieser Sitzung offen gesagt auch fast überfordert. Der Verband wollte sich nur koordinieren.

Fakten

Karl Schmidhofer

Geboren am 6. Mai 1962 in Scheifling
Beruf: Kellner; Unternehmensberater, Politiker
Politische Mandate: Abgeordneter zum Nationalratder ÖVP seit 10. April 2019
Beruflicher Werdegang: Geschäftsführender Gesellschafter Lachtal-Seilbahnen (1993-2014), Kreischberg (2001-2014), St. Lambrecht/Grebenzen (2015-2018) und Hauser Kaibling (2019)
Sonstiges: Präsident des Steirischen Skiverbandes und Vorsitzender des Tourismus-Regionalverbandes Murau/Murtal

Fühlen Sie sich als Steirer-Pionier? Seit 1966 saßen Tiroler an der Spitze des ÖSV.
Ich fühle mich heute einfach als stolzer Steirer.

Durch Ihr Antreten bleibt der ÖSV vor einem internen Kollaps bewahrt...
Und ich kann sagen, es herrscht bereits jetzt eine ganz andere Stimmung. Bei allen ist wieder ein richtiger Geist zu spüren. Anders wäre es sonst ja unvorstellbar geworden. Der ÖSV ist immerhin ein Verband, der weltweit vorne mitspielt und im Blickpunkt steht.

Der Tiroler Ski-Verband hat sich bei Ihrer Wahl der Stimme enthalten. Was sagen Sie Kritikern, die Sie nur als Platzhalter sehen, bis die „alte Ordnung“ hergestellt ist?
Da kennen Sie mich schlecht. Diese Frage stelle ich mir überhaupt nicht. Mir geht es darum, mit einem Team – ich wiederhole: Team! – diesen Verband zu führen und zum weltbesten zu machen. An ein paar Schrauben muss man drehen, aber man muss im ÖSV nicht alles neu erfinden.

Für das Ehrenamt im ÖSV haben Sie angekündigt, auf Ihr Nationalratsmandat und damit auch auf Ihr Gehalt verzichten zu wollen...
Ich kenne die Dimension dieser neuen Aufgabe. Es ist eine Berufung, der ich bestmöglich folge und für die ich volle Arbeitskraft brauche.

Georg Kallinger
Georg Kallinger
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