11.05.2021 16:08 |

Festival in Graz

Bühne frei für die Welt von übermorgen

Im Vorjahr musste das Dramatiker*innen-Festival in Graz coronabedingt ausfallen, heuer nun holen Schauspielhaus und DramaForum von uniT das fünfjährige Jubiläum ihrer Kooperation nach. Von 8. bis 13. Juni bietet man sowohl live als auch online ein vielfältiges Programm.

„Autorinnen und Autoren haben ein besonderes Sensorium für die Bewegungen der Zeit“, sagen uniT-Leiterin Edith Draxl und Schauspielhaus-Intendantin Iris Laufenberg. Und so nutzen sie die zeitgenössische Dramatik, um bei der heurigen Festivalausgabe „Über Morgen“ - so auch das Motto - nachzudenken. Rassismus, Klimakrise oder Geschlechtergerechtigkeit - all das sind Themen, die die Welt und damit auch die zeitgenössische Dramatik, die im Zentrum dieses Festivals steht, beschäftigen.

Roboter und verfressene Obsessionen
Mit Simone Dede Ayivi gastiert etwa eine Künstlerin, die in ihrem Stück „First Black Woman in Space“ die gegenwärtige Situation von schwarzen Frauen in Europa thematisiert. Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) bringt mit „Unheimliches Tal/Uncanny Valley“ eine Roboter-Version des Autors Thomas Melle auf die Bühne und das Theaterkollektiv Henrike Iglesias beschäftigt sich in „Fressen“ mit unserem obsessionshaften Verhältnis zur Nahrung. Eröffnet wird das Festival mit Christian Winklers Gangster-Performance „Die Unsichtbaren“.

Retzhofer Dramapreis
Vergeben wird heuer auch wieder der Retzhofer Dramapreis - die nominierten Stücke sind im Zuge des Festivals auszugsweise in einem „Hör Garten“ in einer aufgelassenen Grazer Gärtnerei zu erleben. Und auch in die Texte, die für die erstmals zu vergebenden Preise für Stücke für junges Publikum nominiert sind, kann man in Form eines „DramaWalks“ hineinhören.

In Kooperation mit dem Theaterland werden auch heuer wieder Monologe und Kurzstücke als Literarische Nahversorgung in die steirischen Regionen verschickt. Eine Zusammenarbeit gibt es auch mit der gleichzeitig in Graz stattfindenden Diagonale und mit dem Kulturjahr Graz 2020.

Das junge Europa im Blick
In digitaler Form findet zudem eine Internationale Theater-Konferenz und das „Young Europe Festival“ für Jugendtheater im Zuge des Festivals statt. Was an Diskurs und Austausch live möglich ist, soll in der Festivalzentrale im Heimatsaal im Grazer Volkskundemuseum über die Bühne gehen.

Alle Infos und die Plattform für die Online-Angebote finden Sie hier.

Christoph Hartner
Christoph Hartner
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