01.05.2021 11:43 |

Digitaler 1. Mai

Steirer-SP fordert Beitrag von den „Überreichen“

Wegen Corona musste die steirische SPÖ auch heuer den Tag der Arbeit vor allem online feiern. Gefordert wurde dabei vor allem auch ein fairer Beitrag der „Überreichen“. In ein ähnliches Horn stießen auch die Kommunisten, die in Graz auf die Straße gingen.

Die Forderung nach einem Recht auf Arbeit stand im Zentrum des heurigen Online-Events: „Angesichts der aktuellen Arbeitslosenzahlen ist der Tag der Arbeit relevanter denn je. In der Steiermark geben wir mit den Corona- und Pflegestiftungen unser Bestes, Arbeitssuchende zu unterstützen. Es braucht jedoch mehr Einsatz durch den Bund“, so der Landesparteivorsitzende und Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang.

„Überreiche“ sollen auch ihren Beitrag leisten
Die Überreichen sollen laut Steirer-SP in Form von Vermögenssteuern einen gerechten Beitrag zur Krisenbewältigung leisten: „Die Krise betrifft nicht alle im gleichen Ausmaß. Während es für Beschäftigte vielerorts Kündigungen oder ein Burnout gab, konnten sich viele TopmanagerInnen über Boni und Dividenden freuen. Außerdem zahlen die arbeitenden Menschen bisher 80 Prozent der Corona-Kosten, erhalten aber nur ein Drittel der Corona-Hilfen. Das ist ungerecht“, so der Tenor der steirischen Spitzenfunktionäre.

Grazer SP ging auf die Straße
Während die steirischen Genossen den 1. Mai online begingen, zog es die Grazer SPÖ auf die Straße: Rund 350 folgten dem Aufruf und gingen „für Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ auf die Straße. „Selbstverständlich wurde dabei auf alle Corona-bedingten Sicherheitsmaßnahmen geachtet“, so SPÖ-Graz Geschäftsführer Patrick Trabi.

Auch KPÖ auf der Straße
Eine höhere Besteuerung der Supereichen forderte am 1. Mai auch die steirische KPÖ, die am Grazer Mariahilferplatz eine Corona-konforme Kundgebung veranstaltete und von dort dann bis zum Eisernen Tor zog.

Die Grazer KPÖ-Stadträtin Elke Kahr ergänzt: „Es sind die Arbeitenden, die den Reichtum schaffen. Aus ihren Taschen sind Milliarden Euro in die der Vermögenden geflossen. Deshalb müssen große Vermögen endlich gerecht besteuert werden“, forderte Elke Kahr. „Für all das steht die KPÖ, wir sind die Partei der Solidarität!“ Um diesen Punkt zu unterstreichen verteilte der KP-Nachwuchs Tragetaschen mit der Aufschrift „Fuck Capitalism“.

FPÖ sagt „Merci“
Auch die steirischen Freiheitlichen haben zum 1. Mai unter anderem Polizeidienststellen und Rettungsorganisationen besucht und dabei Merci-Schokolade überreicht.

„Der 1. Mai ist ein guter Anlass, ein großes Dankeschön an alle Leistungsträger auszusprechen. Der Fokus all unserer politischen Bemühungen muss nun darauf liegen, dass möglichst viele Menschen bald wieder in Beschäftigung sind und die Arbeitslosigkeit gesenkt wird“, so FPÖ-Klubobmann Mario Kunasek, der heute im Bezirk Graz und Graz-Umgebung unterwegs war.

Christoph Hartner
Christoph Hartner
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