21.04.2021 06:00 |

Zahlungen per Handy

Deutsche Telekom investiert in Kryptowährung Celo

Die Deutsche Telekom hat sich an dem offenen Blockchain-Projekt Celo beteiligt, mit dem länderüberschreitende Zahlungen und Überweisungen über das Mobiltelefon ermöglicht werden. Das teilten die Unternehmen in Berlin mit. Wie hoch das Investment genau ausfällt, wollten die Firmen nicht sagen. Ein Telekom-Sprecher sprach aber von einem langfristig orientierten und nachhaltigen Engagement.

Die gemeinnützige Celo-Foundation wurde 2017 in San Francisco gegründet, nach eigenen Angaben „um Grundlagen des Wohlstandes für jeden zu schaffen“. Die Stiftung und das mit ihr verbundene Netzwerk unterhalten auch größere Büros in Berlin und Buenos Aires. Das Konzept von Celo ähnelt der geplanten Kryptowährung Diem, die einst unter den Namen Libra von Facebook ins Leben gerufen wurde. Wie Diem orientiert sich Celo an etablierten Währungen wie dem US-Dollar oder Euro. Im Gegensatz zu Diem ist Celo aber als dezentrales Netzwerk aufgesetzt. Die Software wird außerdem quelloffen als Open Source veröffentlicht.

„Celo ist eine Kryptowährung, die für Endnutzer bestimmt ist“, sagte Celo-Chefökonom Markus Franke der Deutschen Presse-Agentur. Mit Celo könne man für Gebühren im Wert von rund einem Cent pro Euro Geld an jeden Punkt der Erde überweisen.

Telekom will Celo-Infrastruktur betreiben
Die Deutsche Telekom interessiert sich für Celo vor allem, weil Celo die Finanzdienste per Smartphone anbietet und als offenes Netzwerk organisiert ist. Die Telekom wird künftig auch Infrastruktur für das Celo-Netzwerk betreiben. Dabei soll unter anderem die SMS-Programmierschnittstelle der Telekom zu Einsatz kommen, um die Rufnummern der Anwenderinnen und Anwender zu validieren.

Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom und Chef von T-Systems, sagte, mit dem Investment und dem Betrieb von Infrastruktur verfolge die Telekom einen strategischen Ansatz für die Teilnahme am öffentlichen Blockchain-Netzwerk. „So unterstützen wir das Celo-Netzwerk sowohl mit finanziellen Mitteln als auch mit unserer eigenen Cloud-Infrastruktur.“

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