Polarlichter verpasst?

So haben Sie heute Nacht noch eine Chance

Nachrichten
11.05.2024 14:47

Wer in der vergangenen Nacht die durch den stärksten Sonnensturm seit 2003 ausgelösten Nordlichter verpasst hat, der erhält – mit etwas Glück – in der Nacht auf Sonntag eine weitere Chance. Wir haben einige Informationen zusammengestellt, wie Sie erkennen können, wann die Chancen am besten sind, das Himmelsschauspiel zu beobachten.

Laut Angaben der Österreichischen Unwetterzentrale (UMZ), die von UBIMET, dem größten privaten Wetterdienst in Österreich betrieben wird, wird nämlich die Ankunft zwei weiterer CMEs – zweier großräumiger Sonneneruptionen, bei denen Plasma, das hauptsächlich aus Elektronen und Protonen besteht, ausgestoßen wird, erwartet. Da dieses Plasma auf die bereits stark gestörte Magnetosphäre der Erde trifft, ist die Chance auf ein erneutes Auftreten von Polarlichtern in Österreich hoch.

Gute Bedingungen an der Alpennordseite
Die Wettervorhersage sieht zwar im Süden und Osten des Landes eine Spur etwas weniger günstig aus, als noch in der Nacht auf Samstag, zumindest zeitweise zeichnen sich im Laufe der Nacht auf Sonntag aber auch größere Wolkenlücken ab. Gute Bedingungen sind laut UWZ-Angaben aber neuerlich an der Alpennordseite zu erwarten.

Auch in der Nacht auf Sonntag seien „recht gute Beobachtungsbedingungen für Polarlichter in Österreich zu erwarten“, teilte Geosphere Austria (vormals Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) am Freitag auf Facebook und Instagram mit. Mindestens vier Sonnenstürme seien auf dem Weg Richtung Erde, es sei aber kaum abzuschätzen, wie stark der geomagnetische Sturm (und damit auch die Polarlichter, Anm.) tatsächlich sein werde, betonte man.

Polarlichter am Himmel über Zell am See
Polarlichter am Himmel über Zell am See(Bild: APA/EXPA/JFK)

Lichtempfindliche Webcams beobachten
Hilfreich ist es, lichtempfindliche Webcams zu beobachten, wie etwa einige Kameras in den Alpen - z.B. foto-webcam.eu oder raxalpe.panomax.com. Angaben zur Wahrscheinlichkeit des Auftretens von sichtbaren Polarlichtern (auch Aurora borealis oder Nordlichter bezeichnet, Anm.) finden Sie HIER. Gut zu beobachten sind sie vor allem von einem möglichst dunklen Standort aus.

In der Nacht auf Samstag hat der Sonnensturm in Österreich und in den Nachbarländern Deutschland (siehe Video oben) und der Schweiz bis weit nach Mitternacht für einen farbenfrohen Nachthimmel gesorgt. „Die meisten Beobachter haben hierzulande noch nie vorher so spektakuläre Nordlichter gesehen“, betonte der Obmann des Astronomischen Zentrums Martinsberg im Waldviertel, Michael Jäger, gegenüber der APA. „Neben den zumeist in unseren Breiten sichtbaren roten Polarlichtstreifen konnten auch die seltener zu sehenden grünen Polarlichterscheinungen beobachtet werden.“

Die Ursprungsregion der Sonnenstürme – ein riesiger Sonnenflecken-Cluster – sei etwa 16-mal so groß wie der Durchmesser unserer Erde, berichtete die Wetter- und Ozeanografiebehörde (NOAA) der USA. Zuletzt war die als „extrem“ eingestufte Kategorie fünf im Oktober 2003 bei den sogenannten Halloween-Stürmen erreicht worden. Damals kam es demnach in Schweden zu Stromausfällen, in Südafrika seien Transformatoren beschädigt worden.

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