Mit Gericht gedroht

Telefondienste-Abzocke überflutet Oberösterreich

In großem Stil betreiben jene Betrüger ihre Abzocke, die – wie berichtet – für angebliche Telefondienste Geld fordern und Opfern sogar mit dem Gericht gedroht haben. Am Tag vor dem Jahreswechsel gab es bei den oberösterreichischen Konsumentenschützern eine Beschwerdeflut. Sie raten: Auf keinen Fall zahlen, alles in den Papierkorb werfen.

"Mit diesem neuen Schmäh wird bundesweit agiert", weiß AK-Konsumentenschützer Georg Rathwallner. Dabei wollen die Betrüger gleich doppelt kassieren: Zum einen mit der schriftlichen Zahlungsaufforderung (die Beträge liegen zwischen 70 und 90 Euro), zum anderen finden viele Opfer auch eine unbekannte Nummer am Handy. Wenn sie zurückrufen, landen sie bei einer kostenpflichtigen Tonbandstimme einer Sex-Hotline.

"Es kann nichts passieren, wenn man alles ignoriert", betont der Experte. Wer ganz sicher sein will, kann sich von der Internetseite der AK einen Musterbrief ausdrucken und an die Betreiberfirma schicken. "Auch wenn mit dem Gericht gedroht wird, es ist noch nie ein Opfer geklagt worden. Die Firmen verdienen genug mit jenen, die aus Unkenntnis doch zahlen."

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