01.04.2021 07:00 |

Notfallsanitäter

Einsatz mit Blaulicht: „Wir wollen ja nur helfen!“

Eine Kollision mit Todesfolge in Wolfsberg, ein umgestürzter Rettungswagen bei Klagenfurt, ein Zusammenprall mit Blaulicht im Rosental – immer wieder sind Einsatzkräfte selbst in Unfälle verwickelt. Samuel Wallner ist einer von mehr als 1500 Rettungssanitätern in Kärnten und erzählt, wie es auf den Straßen zugeht.

„Ein Arbeitstag dauert zwischen acht und zwölf Stunden und beginnt immer damit, dass das Einsatzfahrzeug gecheckt wird“, berichtet Notfallsanitäter Samuel Wallner, der vor 23 Jahren seine Berufs-Laufbahn beim Roten Kreuz begonnen hat. Nach dem Zivildienst war ehrenamtliche Tätigkeit gefolgt und schließlich die Ausbildung zum Notfallsanitäter. Heute ist der 44-jährige Familienvater Bezirksausbildungsleiter für Einsatzfahrer in Klagenfurt und kennt die Herausforderungen im täglichen Einsatz wie kaum ein Zweiter.

Sämtliche Krankentransporte werden von der Leitstelle Kärnten koordiniert. „Wir wissen also im Vorfeld nicht, wen wir transportieren oder wohin wir fahren. Bei einem Notfall wird das Einsatzfahrzeug hingeschickt, das sich am nächsten befindet und ein passendes Team an Bord hat.“

Dieses Team besteht standardmäßig aus zwei Sanitätern. Bei den Einsatzfahrten kommt es dann immer wieder zu gefährlichen Situationen: „Die Akzeptanz der Verkehrsteilnehmer nimmt seit Jahren ab, dabei wollen wir nur helfen! Bei einem Feuerwehrwagen wird sofort Platz gemacht, bei einem Rettungsauto erstaunlicherweise nicht. Dabei ist gerade die Anfahrt zum Unfallort nicht zu unterschätzen.“ Da muss es oft schnell gehen, parallel dazu wird der Einsatz vorbesprochen; wer welche Aufgaben übernimmt. Und dann sind Ampeln auf Rot, Autofahrer weichen nicht aus. Und kaum jemand scheint daran zu denken, dass die Rettung einem Mitmenschen zu Hilfe eilt; vielleicht sogar einem nahestehenden

Manuela Karner
Manuela Karner
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