Die Corona-Krise macht, wie berichtet, auch den Bierbrauereien Probleme. Tausende Liter Gerstensaft haben das Haltbarkeitsdatum überschritten. Auch Wimitzbräu bei Kraig hat mit den Folgen zu kämpfen. Geschäftsführer Josef Habich: „Wir haben bislang mehr als 8000 Liter zurücknehmen müssen.“
2011 haben vier Bierliebhaber die kleine, aber feine Brauerei im Wimitzgraben bei Kraig gegründet: Erich Eibensteiner (Zivilingenieur für Wassertechnik), Harald Moshammer (Plastischer Chirurg und Biolandwirt), Josef Jost (Maschinenbauer) und Josef Habich (Betriebswirt). Die Belegschaft wurde auf sieben Mitarbeiter ausgebaut. Beliefert werden von der kleinen Brauerei vor allem die regionale Gastronomie sowie ausgesuchte Lebensmittelhändler.
Das florierende Unternehmen hat durch die Corona-Krise einen herben Rückschlag einstecken müssen. Geschäftsführer Josef Habich: „Wir haben derzeit schon an die 8000 Liter Rückbier lagernd, die nicht verkauft werden können. Da wir ein Naturprodukt ohne Zusätze erzeugen, und zwar mit eigener Bio-Gerste, ist unser Bier nur dreieinhalb Monate lang haltbar.“
Dennoch werde kein Tropfen weggeschüttet: „Das würde mir im Herzen wehtun. Daher verwerten wir das übrig gebliebene Bier zu verschiedenen Edelbränden und zu Essigsorten.“
Zum Glück können dadurch auch alle sieben Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden. Habich: „Wir haben zwar Kurzarbeit, aber es gab keine Kündigungen.“
Martin Radinger
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