Ein 20-jähriger Skitourengeher ist am Samstag im Tiroler Paznaun (Bezirk Landeck) von einer Lawine erfasst und vor den Augen seines Bruders (25) rund 100 Meter in die Tiefe mitgerissen worden. Der junge Einheimische wurde zwar nicht verschüttet, er erlitt aber schwere Verletzungen.
Gegen 10.30 Uhr starteten die Brüder ihre Skitour auf den 2249 Meter hohen Mittagkopf in der Samnaungruppe. Zunächst stiegen sie nordseitig durch bewaldetes Gebiet auf. „Auf einer Seehöhe von etwa 1800 Metern spurten die beiden Männer dann auf der Ostseite in Richtung Gipfel. Rund 200 Meter unterhalb des Mittagkopfs mussten sie ihre Tourenski ausziehen, da es aufgrund des teils extrem steilen Geländes nicht mehr möglich war, mit den Skiern weiter aufzusteigen“, berichtete die Exekutive.
Fast 100 Meter mitgerissen
So stapften die Brüder zu Fuß weiter, wobei der 25-Jährige vorausging. Und dann passierte es! Plötzlich löste sich im steilen Gelände ein Schneebrett, von welchem der jüngere Mann erfasst wurde. „Der 20-Jährige wurde von den Schneemassen durch das teils felsdurchsetzte Gelände mitgerissen und blieb etwa 70 bis 100 Meter unterhalb der Anrissstelle liegen“, so die Ermittler. Glück im Unglück: Der junge Mann wurde nicht verschüttet.
Mittels Tau geborgen
Allerdings zog sich der Einheimische schwere Verletzungen am rechten Oberarm zu. Sein Bruder setzte sofort einen Notruf ab und leistete Erste Hilfe. Letztlich wurde der Verletzte vom Notarzthubschrauber mittels Tau geborgen und ins Bezirkskrankenhaus Zams geflogen, wo er stationär aufgenommen werden musste.
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