19.03.2021 07:45 |

In zwei Werken

Chip-Knappheit: Ford stoppt kurzzeitig Produktion

Wegen des weltweiten Mangels an Halbleiterchips will der US-Automobilhersteller Ford zwei Montagewerke  kurzzeitig stilllegen. Die Chip-Knappheit sowie der Mangel eines bestimmten Bauteils sorgten gerade dafür, dass die Produktion des Pickups F-150 und des Geländewagens Edge für einige Wochen zurückgehalten werden müsse, teilte eine Sprecherin des Konzerns am Donnerstag mit. Die Zahl der betroffenen Fahrzeuge gehe in die Tausende.

Ford erklärte, dass zusätzlich die Produktion in den Werken in Louisville, Kentucky, und in Köln für einige Zeit gestoppt werde. Im Kölner Werk, wo der Ford Fiesta gebaut wird, standen die Bänder bereits vom ersten bis 16. März still. Auch am 22. März soll laut Unternehmen dort die Arbeit ruhen. Die Kosten für diese Maßnahmen seien in der früheren Prognose des Automobilherstellers enthalten, wonach sich Fords Gewinne heuer allerdings aufgrund des Chip-Mangels um ein bis 2,5 Milliarden Dollar verschmälern könnten.

Die aktuell grassierende Chip-Knappheit in der Autobranche hat ihren Ursprung im März 2020: Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise standen weltweit Werke still, Verkaufshäuser waren geschlossen, der Absatz brach ein. Viele Autobauer stornierten deshalb Bestellungen bei ihren Zulieferern. Der Chipmarkt wurde in dieser Zeit aber sowieso von Herstellern von Smartphones und Unterhaltungselektronik leergekauft, deren Produkte boomten.

Diese Erfahrung wirkt nach: Für die Chipfabriken ist das Geschäft mit Elektronikkonzernen lukrativ, denn diese nehmen modernere, teurere Bauteile ab als Autohersteller. Die müssen sich nun, nachdem sie ihre Produktion wieder hochgefahren haben und sich die Nachfrage erholt hat, hinten anstellen. Mehrere große Autobauer mussten ihre Bänder zeitweise stilllegen, weil sie nicht genügend Teile für die Neuwagen haben.

Quelle: APA/dpa

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