Die Anmeldefrist für den in der Pandemie eingerichteten Förderunterricht in den Sommerferien läuft. In Tirol haben im Vorjahr besonders viele Kinder daran teilgenommen. Eltern und Vertreter von Behinderten-Hilfsorganisationen klagen nun über fehlende Zusagen für Assistenzkräfte. Ohne die können Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Sommerschule nicht besuchen.
Im Vorjahr wurde vom Bund die Sommerschule ins Leben gerufen. Lerndefizite durch den Distanz-Unterricht sollen so aufgefangen werden. In Tirol nahmen mehr als 2000 Kinder teil. Derzeit läuft die Anmeldefrist für die kommende Sommerschule. „Sie ist für alle offen“, lautet die Botschaft von Bildungsminister Heinz Faßmann.
„Kinder wurden vergessen“
Anders sieht das der Verein „Integration Tirol“. Dort spricht man davon, dass Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf vergessen wurden. Denn der Bund finanziere nicht die dafür notwendigen Assistenzkräfte. Vereins-Obmann Wolfgang Begus spricht von „Diskriminierung“ und verweist auf Fälle, wonach Eltern an der Anmeldung scheitern.
„Bisher immer eine Lösung“
Im Ministerium heißt es, dass das Angebot sehr wohl allen Kindern offen stünde. Eine Assistenzkraft könne allerdings nur über die Bildungsdirektionen und die Schulerhalter angefordert werden. „Bisher gab es für jedes Kind eine Lösung“, so die Sprecherin des Ministers zur „Krone“.
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