01.03.2021 14:26 |

38.471 Arbeitslose

AMS Tirol: „Entlastung erst mit Gastro-Öffnung“

Obwohl es durch die Öffnung des Handels eine leichte Entspannung gibt, waren mit Ende Februar in Tirol immer noch über 38.000 Personen arbeitslos. Eine merkliche Entspannung wird es laut AMS wohl erst dann geben, wenn die Gastro wieder ihre Pforten öffnet.

Insbesondere durch die Öffnungen im Handel habe es im Vergleich zum Jänner um 2768 weniger Arbeitslose gegeben. Nach einem Jahr Corona-Pandemie ist die Lage in Tirol aber nach wie vor prekär: Bei einem prognostizierten Stand von 312.000 unselbständig Beschäftigten (ein Minus von 46.000 Personen im Vorjahresvergleich) und 38.471 vorgemerkten Arbeitslosen betrug zum Stichtag 28. Februar die Arbeitslosenquote in Tirol 11 Prozent (Februar 2020: 4,1 %).

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen um 23.164 bzw. 151,3 Prozent, berichtete das AMS Tirol zudem.

Lockerungen wirken schnell
„Die Entwicklungen im Februar zeigen, dass der Arbeitsmarkt schnell und positiv auf Lockerungen durch Öffnungen reagiert. Etliche Personen aus dem Handel haben zu arbeiten begonnen, die Arbeitsaufnahmen im Bau sind durch die winterlichen Verhältnisse in den letzten Wochen allerdings noch verhalten. Die Hauptgründe für die ausgesprochen hohen Arbeitslosenzahlen sind aber eindeutig der Ausfall der Wintersaison und die aktuellen Unsicherheiten in der Gastronomie und Hotellerie. Im Vergleich zum Februar 2020 haben wir aktuell eine Arbeitslosigkeit, die um 150 Prozent höher ist - ohne Tourismusbranche wären es 73 Prozent“, kommentiert AMS-Landesgeschäftsführer Alfred Lercher die Situation.

Dabei seien der Bezirk Reutte (+440 %) sowie die Tourismushochburgen Landeck (+380 %) und Kitzbühel (+ 249 %) besonders betroffen. Bei Reutte müsse allerdings angemerkt werden, dass die Ausgangssituation vor einem Jahr Vollbeschäftigung war.

„In Tirol kann man davon ausgehen, dass wir erst mit Öffnung der Gastronomie eine merkliche Entlastung der Situation erleben werden. Bis dahin erhalten arbeitslose Saisonkräfte Aus- und Weiterbildungsangebote, damit die Wartezeit auf den Arbeitsbeginn sinnvoll überbrückt werden kann“, so Lercher.

Rund 47.000 Personen befinden sich in Tirol aktuell in Kurzarbeit.

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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