16.02.2021 07:02 |

Krimineller Triathlon

Bankräuber floh zu Fuß, am Rad und dann mit Auto

Krimineller Triathlon am Montagvormittag in der Leondinger Raiffeisenbank-Filiale Doppl-Hart: Ein Räuber bedrohte mit gezogener Pistole und ausländischem Akzent eine Angestellte (57). Der Täter floh zunächst zu Fuß, dann mit dem Fahrrad und stieg zuletzt bei einem wartenden Komplizen in das Fluchtauto.

Um 8.30 Uhr sperrte die Raiffeisenfiliale in Doppl-Hart auf. Eine Dreiviertelstunde später kam ein „Kunde“, mit dem keiner gerechnet hatte: Der mit einer Pistole bewaffnete Täter bedrohte die allein im Schalterbereich anwesende Mitarbeiterin und forderte in ausländischem Akzent Geld. Ein weiterer Bankangestellter befand sich im hinteren Bürobereich. Die 57-Jährige steckte Banknoten in den vom Täter mitgebrachten Plastiksack. Der Täter flüchtete zunächst zu Fuß, wechselte dann laut den Ermittlungen des Landeskriminalamts auf ein Fahrrad und stieg zu guter Letzt bei einem Helfer ins Auto.

Die Täterbeschreibung:
1,90 Meter groß, leicht mollig, dunkler Schlauchschal, dunkle Haube. Hinweise bitte an den Dauerdienst des LKA unter 0 59133/3333.

2008 zuletzt überfallen
Die Raiba in Doppl-Hart war im Dezember 2008 das erste Mal überfallen worden. Damals hatte der Räuber einem Lehrmädchen (18) die Waffe an den Kopf gesetzt und Geld gefordert. Zur Leondinger Raiffeisenbank gehören fünf Filialen.

Erster Banküberfall nach acht Monaten „Pause“
Durch die Pandemie gibt es aktuell deutlich weniger Banküberfälle als früher. Nach einem Coup im Linzer Keferfeld Ende Juni war bisher „Pause“. Auch Bankräuber haben’s nicht leicht: Der Strafrahmen von zehn Jahren blieb gleich, die Chance auf fette Beute sank durch den Trend zum bargeldlosen Bezahlen aber deutlich.

Christoph Gantner
Christoph Gantner
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