Prozess in Innsbruck

Alko-Lenkerin stürzte nach Almfeier mit Pkw ab

Tirol
12.02.2021 16:00
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone
Mit 1,48 Promille setzte sich eine Tirolerin (36) nach einer Feier auf einer Alm im Zillertal ans Steuer ihres Audi Q5. Der Wagen stürzte über eine Böschung. Vier Insassen wurden teils schwer verletzt, die Lenkerin kam mit einem Schock davon. „Ich hätte es gerne umgekehrt gehabt“, sagte die Angeklagte nun weinend vor Gericht.

Die Tränen kullerten in ihre FFP2-Maske. Wie ein Häufchen Elend saß die Unterländerin am Donnerstag vor Richter Andreas Mair. Es war ihr anzusehen, dass sie ihren Fehler bitter bereut. 

„Es hätte Tote geben können“
Während die Angeklagte im Oktober des Vorjahres mit Freunden auf der Huberwinkelalm in Hochfügen ausgelassen feierte, begann es zu schneien. „Wir wollten uns eigentlich von einem Taxi abholen lassen, aber das war nicht möglich“, erklärte die 36-Jährige. In einer Rechtskurve kam der Wagen über den linken Fahrbahnrand hinaus, stürzte rund 80 Meter ab und überschlug sich mehrmals. „Es hätte Tote geben können“, meinte der Staatsanwalt.

Urteil: Drei Monate bedingte Haft und 4800 Euro Geldstrafe. Die Frau, die nun acht Monate ohne Führerschein ist, nahm das Urteil an.

Samuel Thurner, Kronen Zeitung

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