Großeinsatz am Freitagabend in einem Wohnhaus im Wiener Bezirk Favoriten: Mehrere Personen hatten sich im Keller versammelt und sich beim illegalen Glücksspiel amüsiert. Insgesamt 29 Beteiligte wurden wegen Missachtung der Corona-Maßnahmen angezeigt, zwei davon wurden festgenommen. Mehrere Glücksspielgeräte wurden beschlagnahmt.
Im Zuge von umfangreichen Ermittlungen wurde die polizeiliche Sonderaktion am Freitagabend in der Troststraße geplant. Neben Polizisten des Stadtpolizeikommandos Favoriten sowie Finanzpolizisten waren auch Beamten des Bundeskriminalamts, des Landeskriminalamtes, der Bereitschaftseinheit, der WEGA und der Polizeidiensthundeeinheit im Einsatz.
Zunächst hatten sich ein paar Einsatzkräfte vor dem Haus positioniert und beobachtet, wie mehrere Personen das Gebäude betraten und wieder verließen. Als die Polizisten eintraten, versuchten sofort einige der Personen, durch Fenster zu flüchten. Beamte, die das Haus umstellt hatten, konnten die Flüchtigen jedoch anhalten.
Im Rahmen der Aktion wurden 29 Personen kontrolliert und gemäß dem Covid-19-Maßnahmengesetz angezeigt. Zwei Personen wurden wegen fremdenrechtlicher Bestimmungen festgenommen.
Dieser Einsatz war ein erfolgreicher Schlag gegen die kriminellen Betreiber. Illegales Glücksspiel geschieht fernab jeglichen Spielerschutzes und ruiniert Existenzen und ganze Familien. Die Finanzpolizei wird daher weiter eng mit der Polizei zusammenarbeiten und hart gegen diese Kriminellen vorgehen.
Finanzminister Gernot Blümel
Die Finanzpolizei beschlagnahmte fünf illegale Glücksspielgeräte, drei illegale Pokertische sowie ein Cashcenter mit einem Inhalt von 5000 Euro. Außerdem regnete es noch eine Flut an Anzeigen wegen Missachtung gleich mehrerer Gesetze. Beamte der Wiener Netze montierten darüber hinaus drei Stromzähler sowie einen Gaszähler ab, da der Verdacht besteht, dass Strom und Gas illegal bezogen wurden.
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