08.02.2021 05:00 |

Humor im Alltag

Studien zeigen: Lachen hilft gegen Stress

Wer häufig lacht wirkt nicht nur sympathischer sondern lebt gesünder und kommt mit der Belastung im Alltag leichter zurecht. Mittlerweile belegen zahlreiche Studien die positive Wirkung von Lachen auf den Körper.

Humor ist die beste Medizin. Menschen lachen im Schnitt geschätzte 18-mal am Tag, Frauen dabei mehr als Männer. Sobald das Gehirn einen Reiz empfängt, der uns zur Heiterkeit anregt, löst dies zahlreiche Vorgänge in unserem Organismus aus. Und das ist körperliche Schwerstarbeit. Wenn wir herzhaft lachen, sind insgesamt über hundert Muskeln beteiligt - von der Gesichts- bis zur Atemmuskulatur. Das Gehirn sowie die Organe werden besser mit Sauerstoff versorgt, Herz, Lunge und Muskeln aktiviert, Schmerzen gelindert und das Immunsystem gestärkt. Nach jedem kräftigen Lachen befinden sich vermehrt Abwehrstoffe im Blut. Dies könnte eine Erklärung sein, warum fröhliche Menschen seltener erkranken. Ebenso baut der Körper Stresshormone ab. Dass wir daher gerade in hektischen Zeiten den Humor nicht verlieren sollen, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen. Wenn wir uns amüsieren, ja allein schon durch die Vorfreude auf etwas Lustiges, reduziert sich der Anteil der Stresshormone Adrenalin und Cortisol im Körper um 40 bis 70 Prozent, wie Forscher der Universität Kalifornien (USA) herausfanden. Diese Substanzen versetzen den Organismus normalerweise in Alarmstimmung. Gleichzeitig wird die Ausschüttung von Endorphinen gefördert. Die Botenstoffe dienen als körpereigene Schmerzmittel, können aber auch das Hochgefühl steigern.

Schon ein Lächeln löst die Anspannung
Beim Lachen durchströmt ein ganzer Hormoncocktail den Körper. Eine der wichtigsten Substanzen für unser inneres Gleichgewicht ist das „Glückshormon“ Serotonin. Es sorgt für Gelassenheit, macht ausgeglichen und zufrieden. Der Botenstoff Dopamin löst nicht nur Glücksgefühle aus, sondern auch Freude, Lust, Antrieb und Motivation. Die Intensität des Lachens scheint bei der Stressbewältigung keine Rolle zu spielen. Schon ein Lächeln hilft, berichteten Wissenschafter der Universität Basel (Schweiz). Bereits das Heben der Mundwinkel setzt Mechanismen im Körper in Gang. Rezeptoren senden über Nerven an das Gehirn die Information: Ich fühle mich wohl: Schütte Glückshormone aus! Studien zum „Body Feedback“, also dem Einfluss von Körperhaltung und Gesichtsausdruck auf unsere Entscheidungsprozesse zeigten, dass man Aufgaben, die von einem positiven Körperausdruck wie Lächeln begleitet werden, angenehmer empfindet. Probieren Sie es das nächste Mal, wenn Sie unter Druck stehen, einfach aus: Verziehen Sie den Mund zu einem Lächeln, lachen oder kichern Sie, auch wenn es sich anfangs gezwungen anfühlt. Damit macht man nicht nur optisch gute Miene zum bösen Spiel - glaubt man den Experten, hilft es tatsächlich körperlich gegen die Auswirkungen von Stress.

Regina Modl, Kronen Zeitung

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