09.02.2021 10:30 |

Flaggschiff-SUV

Kia Sorento: Kann viel, nur eine Kleinigkeit fehlt

Die Zahl der Varianten hält sich beim neuen Kia Sorento in Grenzen. So gibt es zwar drei verschiedene Antriebe zur Wahl (Hybrid, Plug-in-Hybrid, Diesel), der Diesel ist aber ausschließlich mit Vollausstattung erhältlich. Nur ein Buchstabe fehlt (siehe Video hier oben), und den gibt es weder für Geld noch gute Worte.

Nicht nur bei der Ausstattung, auch beim Auftritt übt sich Kias Flaggschiff nicht in Zurückhaltung. Mächtig und kantig steht es da, bietet auf 4,81 Meter Länge bis zu sieben Sitze, wobei auch die dritte Reihe recht gut nutzbar ist und sogar über einen eigenen USB-Anschluss und eine Klimaanlagenregulierung verfügt.

Die Sitzbank der zweiten Reihe ist verschiebbar, zum Durchstieg nach ganz hinten fährt sie sogar auf Knopfdruck nach vorn und klappt die Lehne um. Sind alle Sitze aufgestellt, verbleibt noch eion Rest-Kofferraum von 187 Liter. In Fünfsitzer-Konfiguration sind es 616 Liter; ist alles flachgelegt, steht ein Volumen von 2011 Liter zur Verfügung. Sind die Plätze 6 und 7 gar nicht erst vorhanden, sind es knapp 100 Liter mehr. Das ganze Sitzhandling ist übrigens durchdacht und simpel.

Der Innenraum wirkt amerikanisch angehaucht und nicht sonderlich modern, aber es fehlt einem an nichts. Die Bedienung erfolgt grundsätzlich über einen 12,3-Zoll-Touchscreen, aber es gibt dezidierte Knöpfe (bzw. Touchflächen) für die Hauptmenüpunkte und die Klimaanlage hat ein eigenes Bedienfeld. Auch Sitzheizung/belüftung verfügt über eigene Schalter.

Der Umgang mit Navi, Radio & Co dürfte gerne etwas übersichtlicher funktionieren, hier bedarf es einiger Eingewöhnung. Vor allem kann man sich von der Sprachbedienung keine Unterstützung erhoffen, das System versteht Kommandos nur in den allerseltensten Fällen und fordert den Fahrer in der Regel mehrfach auf, einen Befehl lauter zu wiederholen und wegen Nebengeräuschen z.B. die Fenster zu schließen - auch wenn man gerade an einer ruhigen Ecke geparkt hat und die Fenster geschlossen sind. Das im Video zu zeigen, haben wir uns diesmal gespart, lässt sich aber im Video über den Hyundai Tucson nachsehen, da ist es exakt gleich.

Das Fahren funktioniert zum Glück besser. Das Fahrwerk ist angenehm straff und doch komfortabel, die Lenkung durchaus gefühlvoll. Trotz 1954 kg DIN-Gewicht (der Fünfsitzer hat sogar 48 kg weniger) kommt kaum ein schwerfälliger Eindruck auf. Nur beim Rangieren markt man die Größe, der Wendekreis wirkt riesig, misst 11,60 Meter.

Der knapp 2,2 Liter große Vierzylinder-Turbodiesel geht kultiviert und unangestrengt zu Werke, bietet 201 PS sowie ab 1750 Touren ein maximales Drehmoment von 440 Nm. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 9,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 202 km/h. Der Durchschnittsverbrauch im Test lag bei 9,8 l/100 km.

Jede Menge Assistenzsysteme sind serienmäßig, vom Head-up-Display über den teilautonomen Fahrassistenten bis zum Totwinkel-Kamera-Assistenten: Wenn man blinkt, zeigt er am Tachodisplay den Blick nach hinten. Man kann den Sorento sogar geradeaus aus einer Parklücke heraus oder in sie hinein rangieren lassen, während man neben dem Auto steht (siehe Video).

63.490 Euro kostet der Siebensitzer-Diesel, der Fünfsitzer werden 1000 Euro weniger fällig (die Preise wurden nach Abschluss des Videodrehs angehoben). Mit dabei sind sieben Jahre Garantie bis 150.000 Kilometer.

Alles Weitere erfahren Sie oben im Video!

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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