28.01.2021 14:01 |

Grüner Strom

Zattoo betreibt Streaming-Server direkt in Windrad

Video-Streaming braucht Rechenkraft. Und dafür braucht es Serverfarmen, die eine Menge Strom benötigen. Nicht immer wird dieser auch nachhaltig produziert, weshalb der Streaming-Anbieter Zattoo nun mit Servern direkt in Windrädern experimentiert.

Das klimaverträgliche Streaming-Experiment setze man gemeinsam mit dem Windparkbetreiber WestfalenWIND in Deutschland um, teilte Zattoo mit. Die Server im Windrad nennt der Betreiber „windCORES“. Dem Unternehmen zufolge handle es sich um das erste Projekt dieser Art.

Nach einer seit Dezember laufenden Testphase habe man am Donnerstag die ersten Streaming-Server im Windrad in Betrieb genommen und liefere auch bereits Inhalte aus. Für die Zukunft hoffe man, das komplette Rechenzentrum direkt in einer Windkraftanlage betreiben zu können.

„Einfach und naheliegend“
Zattoo-Technikchef Stefan Lietsch: „Die Idee, Rechenkapazität näher zur sauberen Energieerzeugung zu bringen und dabei noch ungenutzte Raumkapazitäten zu erschließen, ist so einfach und naheliegend und aus unserer Sicht ein Projekt, das hoffentlich Schule macht.“

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So können wir den steigenden Energiebedarf durch die zunehmende Digitalisierung mit der Energiewende in Einklang bringen.

Fiete Dubberke, WestfalenWIND

„Mit windCORES werden die Windenergieanlagen einer weiteren nachhaltigen Nutzung zugeführt. So können wir den steigenden Energiebedarf durch die zunehmende Digitalisierung mit der Energiewende in Einklang bringen“, lobt auch Fiete Dubberke, Geschäftsführer von WestfalenWIND, das Projekt.

Bevor nun weitere Rechenkonten in Windrädern in Zattoos Infrastruktur eingegliedert werden, teste man zuerst Stabilität und Zuverlässigkeit. Bewähren sich die Server im Windrad, will man nach und nach mehr Inhalte über solche Rechenknoten auszuliefern. Läuft alles wie geplant, könnten Windräder künftig zum Hauptstandort für Zattoos Rechenzentrum werden.

Zattoo hat sich auf das Streaming von Live-Fernsehen spezialisiert und liefert Dutzende deutschsprachige TV-Sender auf Smart-TVs, Laptops, Tablets oder Smartphones aus. Seit einigen Wochen ist der Anbieter auch in Österreich aktiv.

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