Stress für den Chef
Mehrere Aufbau-Varianten hinter den Rennen in Kitz
130 Sattelzüge weniger - doch Mandi Goller, Herr über die Aufbauarbeit am Hahnenkamm, hatte nicht weniger Stress. In den vergangenen Monaten mussten die Varianten wegen der sich ständig ändernden Coronavorschriften angepasst werden.
„Krone“: Herr Goller, keine Zuseher und auch keine Tribünen – eigentlich sollte der Aufbau heuer einfacher gewesen sein?
Goller: Das möchte man meinen, aber der Aufwand war nicht geringer als sonst. Wir haben mehrfach geplant – mal für 700 Zuseher, mal für 1000, zwischendurch auch für 7000, am Ende standen wir dann bei null. Klar ist, dass eine spärlich besetzte Tribüne, die man trotzdem aufbauen muss, nicht gerade wirtschaftlich wäre.
Überwiegt jetzt die Freude, dass überhaupt Rennen stattfinden? Oder ist die Stimmung doch arg getrübt?
Die Verlegung der Slaloms nach Flachau war ein Nadelstich ins Herz. Immerhin waren die Zäune am Ganslernhang, die große Leinwand und vieles andere schon fertig. Aber ich bin jetzt 21 Jahre da, wir haben schon viel erlebt – etwa das Rennen 2007, als wir 180 Lkw mit Schnee vom Großglockner hergekarrt haben und dann in einer Nacht fast ein Meter Schneeauflage wegschmolz.
Was haben Corona und Zuschauer-Wegfall sonst noch verändert?
Bei den Leinwänden haben wir natürlich massiv reduziert, am Berg waren vorher elf Stück, jetzt keine mehr. Dafür hat der ORF noch mehr TV-Türme als bisher errichtet. Der Fokus liegt klar auf dem Fernsehpublikum. Wir sind stolz, die Rennen trotz allen Widrigkeiten durchziehen zu können.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.