29.12.2020 12:45 |

Ursprung in Kroatien

Aufregung im Netz: Erdbeben in Österreich!

Am Dienstag ist es in Österreich zur Mittagszeit zu einem schwachen, aber deutlich spürbaren Erdbeben gekommen, das seinen Ursprung in Kroatien hatte. Bewohner der Bundeshauptstadt und anderer Landesteile berichteten auf Twitter von wackelnden oder gar rissigen Wänden, schwankenden Lampenschirmen und mysteriösen Erschütterungen.

Es handelte sich offenbar um die Ausläufer eines Erdbebens jenseits der Stärke 6 auf der Richterskala, das Dienstagmittag im kroatischen Sisak die Messgeräte anschlagen ließ.

In Kroatien kam es schon in den vergangenen Tagen immer wieder zu schwächeren Erdbeben. Hierzulande wurde das Beben von Dienstagmittag mit Stärke 4 gemessen.

Dass das Beben bis nach Wien zu spüren war, ist ungewöhnlich und wohl der vergleichsweise hohen Stärke geschuldet. In der Bundeshauptstadt wandten sich zahlreiche Bürger an Twitter, um von ihren Erlebnissen zu berichten. Auch die Wiener Polizei meldete sich zu Wort - und sprach sich in einem nicht ganz ernst gemeinten Tweet für klare Zuständigkeiten aus.

In der Steiermark, Kärnten und bis nach Bayern spürbar
Auch aus anderen Bundesländern, etwa Kärnten und der Steiermark, wurden Erschütterungen gemeldet. Sogar bis nach Bayern und Baden-Württemberg soll das Beben zu spüren gewesen sein, berichten Twitter-Nutzer.

2020 mehr Beben als im langjährigen Durchschnitt
Just am Tag des Bebens wurde auch die jährliche Erdbeben-Bilanz der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik ZAMG veröffentlicht. Mit nun insgesamt 70 Vorfällen waren in diesem Jahr deutlich mehr Erdbeben in Österreich spürbar als normalerweise.

Davon waren 60 „heimische“ sowie fünf Erdstöße aus den Nachbarländern Italien, Slowenien und der Schweiz sowie vier aus Kroatien, die hierzulande wahrnehmbar waren. Insgesamt wurden 2020 laut der am Dienstag veröffentlichten ZAMG-Bilanz 1465 Erdbeben in Österreich lokalisiert.

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