Wie in einem schlechten Hollywood-Film wartete einer der Jugendlichen auf der Fußgängerbrücke auf die drei Dealer, während seine Freunde alle Fluchtwege blockierten. Bei den 15-Jährigen schrillten sofort alle Alarmglocken – sie erkannten zwei der Burschen, von denen sie bereits wenige Tage zuvor in Wien überfallen worden waren. Das Trio wollte flüchten. Einer entkam mit den Drogen, ein zweiter konnte nur bis in einen Garten laufen, wo er aber von zwei Verfolgern gestellt wurde. Dort prügelten diese mit einem Schlagring mehrmals auf ihn ein und ließen erst von ihm ab, als eine Nachbarin schrie, dass sie die Polizei rufe.
Kaum besser erging es dem Burschen, dem die Flucht von der Brücke nicht gelang. Er wurde aufgefordert, Bargeld herauszurücken. Weil er nur fünf Euro bei sich hatte, wurde er am Hals gepackt und dazu gedrängt, beim nächsten Bankomaten Geld zu beheben. Die Verdächtigen konnten allesamt ausgeforscht werden. Für den 17-Jährigen klickten wegen schweren Raubs die Handschellen, auf die anderen kommen einige Anzeigen zu.
Thomas Werth, Kronen Zeitung
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