Satte 63.000 Euro flossen so auf das Privatkonto des Pleitiers. Er hatte 2008 einen Vertrag mit einer großen Tiroler Baufirma ausgehandelt. Dieser besagte, dass der Beschuldigte die Baumaschinen der Firma in seinen Verkaufsräumen zum Verkauf anbieten durfte. Im Falle einer Veräußerung hätte der Täter die Waren auf Rechnung des Vertragspartners verkaufen und das Geld an diese überweisen müssen.
Der Tiroler hielt sich nicht an die Vereinbarung und verkaufte die Baumaschinen auf eigene Rechnung, das Geld sackte er selbst ein. Im Rahmen einer Inventur bemerkte die große Baufirma den Verlust und konfrontierte den Mann. Da dieser schon in einem kräftigen finanziellen Debakel steckte, erstattete er eine Selbstanzeige und gestand von Anfang an seine Untreue ein. "In diesem Prozess ist nicht die Schuldfrage spannend, sondern die Frage, welche Strafe ich Ihnen geben soll", so Richterin Helga Moser (Bild).
Urteil: Zwei Jahre Haft, acht davon Monate unbedingt. Dazu: 63.000 Euro Schadenersatzzahlung.
von Matthias Holzmann, Tiroler Krone
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