11.12.2020 08:00 |

Sturm will mehr:

Auf der Jagd nach Fodas Bestmarke

Nach drei Bundesliga-Dreiern in Folge will Sturm den Lauf ausbauen. Die Sechs-Siege-Marke von 2017 scheint nicht unerreichbar zu sein. Trainer Christian Ilzer will auf der Welle bleiben, warnt aber vor der Admira.

Von den letzten acht Pflichtspielen hat Sturm sieben gewonnen, zuletzt gab’s in der Bundesliga drei Siege in Folge - doch das ist Christian Ilzer nicht genug: Er hält’s mit der alten Weisheit: „Solange besser möglich ist, ist gut nicht gut genug!“ Der Trainer sieht trotz der tollen Form sichtlich noch Luft nach oben.

Der Ritt auf der Erfolgswelle macht auf jeden Fall Appetit auf mehr! „Wir versuchen, bis Weihnachten das Maximum rauszuholen“, so Ilzer. Übersetzt heißt das: Zwei Heimsiege gegen Admira und St. Pölten stehen am Plan!

Dass Sturm bereits nach derart kurzer Zeit als Team so gut funktionieren würde, hat der Coach beim Amtsantritt nicht erwartet: „Aber jetzt gilt’s hungrig zu bleiben, um unseren positiven Lauf am Leben zu erhalten.“

Die Erfolgsserie aus der Vizemeister-Saison 2017/18 zu brechen, scheint plötzlich nicht mehr unmöglich: Da legten Hierländer, Siebenhandl, Huspek & Co. unter Franco Foda zu Saisonbeginn von 23. Juli bis 27. August gleich mit sechs Siegen los! Übertroffen wurde das nur von Osims Überfliegern, die mit neun Siegen in Folge (von 19. 9. bis 11. 11. 1998) den Vereinsrekord halten.

Die jüngsten Erfolgserlebnisse sorgen am Ende der kräfteraubenden Herbstsaison für tolle Stimmung, weshalb keine Ermüdungserscheinungen festzustellen sind. Trotz aller Euphorie warnt Ilzer aber vor der Admira. Auch wenn das „Kellerkind“ in den letzten sieben Duellen von Sturm immer besiegt wurde: „Es ist ein Vorteil für uns, dass die Admira zuletzt gegen Salzburg mit 1:0 gewonnen hat“, sagt der 43-jährige Headcoach aus Puch bei Weiz, „so ein Ausrufezeichen schärft die Sinne!“

Am Rande wurde das 18-jährige Innenverteidiger-Talent Simon Nelson vom Amateurteam mit einem Profivertrag bis 2023 belohnt: „Er wirkt wie der jüngere Bruder von Gregory Wüthrich“, so Ilzer, „ihm traue ich eine große Zukunft zu.“

Volker Silli
Volker Silli
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