Nach dem 2:10 gegen Salzburg wollen sich die Graz99ers heute in Wien rehabilitieren. Adis Alagic fällt zwar verletzt aus, bleibt aber mit neuem Vertrag bis Saisonende.
Nach dem bitterbösen 2:10-Debakel in Salzburg muss Mittwoch (19.15 Uhr) eine Reaktion her - das Match bei den Vienna Capitals ist für die 99ers eine Frage der Ehre! Nach einer internen Aussprache im Grazer Eishockey-Team müssen die jüngsten Anflüge von Egoismus abgestellt werden.
„Vielleicht war’s ein Weckruf zur rechten Zeit“, zuckt Verteidiger Kevin Moderer mit den Schultern, „wir haben jeder zu sehr eigene Interessen verfolgt und dafür einen Tritt in den Hintern erhalten. Wir haben gesehen, dass wir trotz der zwischenzeitlichen Tabellenführung nicht die Größten sind. Aber wir haben das intensiv besprochen und jeder Spieler war selbstkritisch, denn so zu verlieren ist nicht lustig. Wir haben die Vorgaben nicht eingehalten - aber jetzt ist’s wieder Zeit für Disziplin. Jeder von uns muss künftig mehr Eigenverantwortung zeigen.“
Denn die Vienna Capitals (die in den nächsten sechs Tagen vier Heimspiele bestreiten!) zählen zum Kreis der Titelfavoriten, gewannen in der Vorbereitung in Graz im Penaltyschießen 2:1: „Die Caps sind stark wie jedes Jahr und haben mit Campbell und Loney echte Scorer“, so Moderer. Und mit Calvin Pickard (Detroit) haben sie gestern einen neuen NHL-Goalie verpflichtet.
Adis Alagic (dessen Vertrag trotz mehrwöchiger Verletzungspause bis Saisonende verlängert wurde), Lukas Kainz (steht vorm Comeback) und Daniel Oberkofler (trainiert leicht) müssen noch passen - Charly Dodero, der Vater eines Buben wurde, soll indes wieder dabei sein.
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