Nur ein Treffer in den fünf Meisterschaftsspielen des Oktobers - dafür aber gleich neun Gegentreffer. Das "Wunder Wacker" wurde in nur 450 Match-Minuten wieder sehr irdisch. Und bei der Problem-Analyse stürzt sich Trainer Walter Kogler nicht auf einzelne Teile seines schwarzgrünen Werkls: "Wir müssen in erster Linie als Kollektiv wieder besser auftreten", sagt er - und deutet damit auch an, dass er wenig von Personalrochaden hält.
Zu einem Wechsel wird Kogler am Samstag aber von den Umständen gezwungen: Alex Hauser ist nach der fünften gelben Karte in Graz gegen Mattersburg gesperrt - und gleich drei Spieler scharren fest mit den Füßen, um in die Bresche springen zu können.
Die türkische Variante: Er ist der Ersatzmann vom Dienst. Dreimal kam Türkei-Heimkehrer Bülent Bilgen in dieser Saison von Beginn an zum Zug, nach dem 0:4 in Salzburg musste er in Graz auf die Ersatzbank zurück. Dort will "Büli" keinesfalls bleiben.
Die Tiroler Variante: Vor über einem Jahr (6:0 gegen Hartberg) stand Andreas Schrott letztmals in der Startaufstellung. Nach seiner Operation trainiert er seit einem Monat voll mit - und fordert seine Chance.
Die tschechische Variante: Linksverteidiger? Das hat Harry Pichler auch in Salzburg gespielt. Und damit wäre im Zentrum der Platz frei für das Comeback von Martin "Schweini" Svejnoha. Ein Match bei den Amateuren hat er bereits in den Beinen, er ist bereit.
Noch, sagt Kogler, sei die Entscheidung offen. Einiges spricht für "Schweini", selbst wenn der Trainer meint: "Er hat noch zu wenig Spielpraxis."
von Georg Fraisl, Tiroler Krone
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