"Wir können nicht immer nur die Bevölkerung zum Energiesparen auffordern, sondern müssen selbst mit gutem Beispiel vorangehen", erklärte Steixner an der Seite von Bruno Oberhuber (Energie Tirol). Aus diesem Grund wurden Energiepartnerschaften mit den Gemeinden ins Leben gerufen. 30 Gemeinden haben sich bisher angemeldet, darunter Mils und Axams.
"Wir haben 9.000 Quadratmeter heizbare Nutzfläche in Gemeindebesitz. 50 Prozent davon sind energietechnisch schon jetzt in einem gutem Zustand. Einige Gemeindebauten haben sogar Niedrigenergiehaus-Standard", sagte der Milser Ortschef Peter Hanser.
Verbesserungsbedarf gibt es aber unter anderem bei der alten Feuerwehrhalle. Die Sanierung dafür würde rund 80.000 Euro kosten. "Mit Hilfe der Energie Tirol werden wir die Gemeindegebäude nun genau unter die Lupe nehmen. Wichtig ist, dass sich eine Sanierung rentiert, sprich nach spätestens 15 Jahren selber rechnet", erklärt Bürgermeister Hanser.
Beim Axamer Freizeitzentrum will Bürgermeister Rudolf Nagl ansetzen. "Das wird derzeit noch mit Öl geheizt, wir benötigen dafür pro Jahr 280.000 Liter Öl. Das werden wir ändern", sagt Nagl.
Steixner und Oberhuber hoffen, dass sich dem Milser und Axamer Beispiel noch weitere Gemeinden anschließen. "35 Prozent der gemeindeeigenen Gebäude werden als Kindergarten- und Schulgebäude genutzt. Fast die Hälfte dieser Gebäude ist sanierungsbedürftig", sagt Oberhuber. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0512/58 99 13 melden.
von Markus Gassler, Tiroler Krone
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