Ernst M. leitete drei Jahre provisorisch eine Magistratsabteilung. Nun war die Objektivierung fällig, seine definitive Leiterbestellung hing davon ab. Der Jurist fiel aber durch. Er setzte sich an seinen Computer und fing an zu schreiben. "Er packt aus", sagen Rathaus-Insider. Kenner des Magistrats sehen sogar die Notwendigkeit, den Staatsanwalt einzuschalten. "M. führt einfach nur einen persönlichen Rachefeldzug", meinen andere.
Bestätigt wird das Vorliegen des Briefes, der an alle Stadtsenatsmitglieder ging, von Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz. "Da steht echt starker Tobak drinnen. Es geht um Nötigung, Mobbing und um Anstiftung zu Verfehlungen." Mathiaschitz sieht die Verantwortung dafür bei Bürgermeister Christian Scheider und Personalreferent Wolfgang Germ.
Scheider interpretiert das Geschehen als Folge der internen Zustände in besagter Abteilung: "Die sind ja total zerstritten." Stadtrat Germ wiederum spricht von einer "personellen Altlast".
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