Luftfahrtsabgabe

Grazer Flughafen-Chef fürchtet Passagierschwund

Steiermark
29.10.2010 17:06
Zwischen acht und 35 Euro zusätzlich muss jeder Fluggast ab April 2011 berappen, der Bund hat zur Budgetsanierung ja eine Luftfahrtsabgabe beschlossen. Der Chef des Grazer Flughafens, Gerhard Widmann, fürchtet nun wirtschaftliche Schäden durch ausbleibende Passagiere. Verbindungen seien aber unmittelbar nicht gefährdet.

Die Billigfluglinie Ryanair hat bereits angekündigt aufgrund der neuen Luftfahrtsabgabe Strecken zu streichen - etwa die Verbindung Frankfurt/Klagenfurt (auch in Deutschland wurde eine Abgabe beschlossen). Von Graz aus fliegt die Ryanair nach London oder Barcelona. Widmann ortet keine unmittelbare Gefährdung dieser Destinationen: "Aber die Flüge werden für die Passagiere mit der neuen Regelung natürlich teurer."

Flugplan-Erweiterung gefährdet
Er sieht jetzt schwere Wettbewerbsnachteile für Österreich und den Flughafen Graz: "Ich fürchte, dass Passagiere einen großen Bogen um uns machen werden, Flughäfen etwa in Laibach oder Bratislava nutzen." Zudem könnten Passagiere beispielsweise aus Deutschland ausbleiben, was auch für den heimischen Tourismus Folgen hätte. Widmann: "Wir haben gemeinsam mit dem Steiermark-Tourismus viele neue Destinationen erschlossen, diese Arbeit ist gefährdet." Gefährdet seien auch angedachte Erweiterungen des Flugplans.

Daten und Fakten

  • Die Luftfahrtsabgabe soll ab April in Kraft treten. Die Zuschläge: acht Euro für die Kurzstrecke, 20 Euro für die Mittel- und 35 Euro für die Langstrecke.
  • Kurzstrecke etwa: Frankreich, Irland, Italien, Marokko, Belgien, England, Zypern, Polen, Schweden, Türkei, Tunesien...
  • Mittelstrecke: Ägypten, Israel, Kuwait, Arabische Emirate, viele Länder in Afrika...

von Gerald Richter, "Steirerkrone"

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