Wenn man den Worten von Julius W. (28) glaubt, dann war es seine deutsche Freundin Claudia, die auf die Idee gekommen war, in Innsbruck auf den Strich zu gehen. Er war ihr nur "behilflich". So weit, dass die Freundin in denselben Innsbrucker Wohnungen die Prostitution ausübte, in denen die Mutter von Julius schon länger aktiv ist.
Ziemlich konträr sieht Freundin Claudia, die der Prostitution schon in der Vergangenheit als Freundin von Julius nachgegangen war, die Situation: "Ich hatte mich schon vor Jahren von ihm getrennt und mit der Arbeit am Strich aufgehört. Als ich ihn vergangenes Jahr wiedertraf, kamen wir wieder zusammen."
Schließlich beschloss das Paar, nach Innsbruck zu übersiedeln. Und Claudia landete prompt wieder auf dem Strich. "Ich habe es nur gemacht, weil ich Julius liebte und glaubte, wir beide würden uns etwas schaffen", sagte sie vor Gericht unter Tränen. Als sie aber feststellen musste, dass er das meiste Geld (laut Claudia mehr als 60.000 Euro in drei Monaten) für sich verbrauchte, machte sie erneut Schluss und zeigte einen Monat später Julius an.
Angeklagter nahm Urteil sofort an
Für Richter Norbert Hofer war klar: Julius W. ist zwar keine wirklich große Nummer in der Rotlicht-Szene, aber er hatte alles organisiert und kassiert – also Zuhälterei. Die 12 Monate Haft (acht davon bedingt) nahm der Angeklagte auf der Stelle an.
von Werner Kriess, Tiroler Krone
Symbolbild









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