Das Spiel war von Beginn an eine klare Sache. Salzburg machte früh Druck und wurde bald belohnt. Das schnelle 1:0 durch Gonzalo Zarate brachte die Salzburger bereits in der 9. Minute nach schönem Zuspiel von Christoph Leitgeb in Führung. Nur vier Minuten später erhöhte Roman Wallner nach Flanke von Christian Schwegler und mit einigem Ballglück auf 2:0. Der Ball war dem 28-jährigen Stürmer eigentlich weggesprungen, kullerte aber ins Innsbrucker Tor.
Wacker ging die Puste aus
Die Aufsteiger aus Tirol konnten dem Salzburger Spiel, in dem vor allem das Mittelfeld rund um Leitgeb und Zarate glänzte, kaum etwas entgegensetzen. Erst in der 31. Minute schoss Wacker das erste Mal aufs Tor. Der Freistoß von Boris Prokopic war aber kein Problem für Salzburg-Goalie Gerhard Tremmel.
Aus dem Spiel waren die Tiroler kaum gefährlich. Vier Minuten vor der Pause traf Fabian Koch in der 41. Minute nach schwerem Patzer von Rabiu Afolabi nur die Stange.
Red Bull in der zweite Hälfte souverän
Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte der Meister die Partie und brachte den Erfolg locker über die Zeit. Wacker-Tormann Pascal Grünwald war bei einem Schuss von Wallner (59.) auf dem Posten. Die Innsbrucker verloren mit Würde, konnten Salzburg aber nicht gefährden.
In der 80. Minute reagierte Wallner bei einem weiten Einwurf von Schwegler am schnellsten und erhöhte aus kurzer Distanz auf 3:0. Ein Lattenschuss des eingewechselten Innsbruckers Marcel Schreter in der 87. Minute war der Höhepunkt der Chancen für Innsbruck. Nach einem schweren Fehler von Alexander Hauser sorgte der kurz davor eingewechselte Jakob Jantscher in der 90. Minute für den 4:0-Endstand.
Warum es bei den Tirolern nicht mehr klappen will, ist Trainer Walter Kogler bewusst. "Derzeit können wir Formation für Formation unsere Leistung nicht abrufen", meinte Kogler. Die Abwehr ist nicht kompakt. Das Mittelfeld verliert zu viele Zweikämpfe, und im Spiel nach vorne hat Wacker derzeit große Probleme. "Ja, es gibt eine Mini- Krise. Es wird Zeit aus dieser Negativphase herauszukommen", forderte ein inzwischen verhinderter Goalgetter Marcel Schreter vor dem nächsten schweren Auswärtsspiel am Samstag bei Sturm Graz.
Wackers Kapitän Pascal Grünwald, der als Torhüter erstmals in dieser Saison viermal hinter sich greifen musste, ärgerte sich zwar ebenfalls, will aber vor dem Sturm- Spiel seiner Devise, nur von Spiel zu Spiel zu denken, treu bleiben: "Uns hat die Diskussion um die Tabellenführung nicht interessiert, so interessiert uns auch nicht die Diskussion, ob wir ein Mittelständler sind." Wacker Innsbruck, ist Coach Kogler überzeugt, könne dennoch bis zum Schluss an der Spitze dranbleiben: "Aber nur wenn wir konstant unsere Form abrufen und Leistungen bringen."









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.