Sekundenschlaf

Wagen kam von der A12 ab: 39-jähriger Bulgare getötet

Tirol
27.10.2010 17:21
Die 1.000 Kilometer lange Odyssee von vier Bulgaren nach Tirol hat in der Nacht auf Mittwoch mit einer Tragödie geendet. Der Lenker (28) kam bei Münster mit dem Auto von der Inntalautobahn ab, worauf der BMW schwerst beschädigt an der Böschung landete. Dabei wurde ein auf der Rückbank sitzender Mann (39) sofort getötet.

Warum steuerte der bulgarische Lenker das Fahrzeug kurz vor 4 Uhr in der Früh über den rechten Rand der Autobahn hinaus? Die naheliegendste Erklärung ist ein Sekundenschlaf. An diese Unfallursache glaubt auch die Polizei. Der BMW prallte gegen mehrere Bäume und kam mit eingedrücktem Dach an der Böschung zu liegen. Ein Insasse (39) wurde dabei getötet. "Er erlitt vermutlich einen Genickbruch", erklärte Florian Wannenmacher von der Autobahnpolizei Wiesing.

Besonders tragisch: Auch der Sohn (18) des Getöteten saß im Unfallwagen, kam allerdings mit Verletzungen davon. Er und ein weiterer Insasse konnten selbst aus dem Wrack kriechen. Der Lenker, der in Innsbruck einen Wohnsitz hat, wurde schwer verletzt.

Zur Klärung der Details sollen die Verletzten nun von der Polizei befragt werden. Dies war am Mittwoch aber noch nicht möglich. Die A12 war während des Aufräumens zwischen 4.10 Uhr und 5.25 Uhr gesperrt.

von Andreas Moser, Tiroler Krone
Bild: Feuerwehr Kramsach

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