Täglich rücken die Rettungshubschrauber Christophorus 12 und 14 von ihren Stützpunkten in Graz und Niederöblarn aus, um Leben zu retten. Da der österreichweite Flugrettungs-Betrieb aber ein Verlustgeschäft von bis zu fünf Millionen Euro pro Jahr ist, kündigte der ÖAMTC den Vertrag mit dem Innenministerium: Am 31. Dezember ist Schluss. Bei der Neuausschreibung der Stützpunkte bewarb sich wieder nur der ÖAMTC. Er will aber mehr Geld.
"Die Verhandlungen laufen noch", berichtet Flugrettungs-Geschäftsführer Reinhard Kraxner vom ÖAMTC, "es herrscht Zeitdruck". Die Anzeichen, dass die Gespräche vor dem Scheitern stehen, mehren sich jedoch.
Länder basteln an eigenen Lösungen
In den Bundesländern ist der Glauben an einen positiven Ausgang ebenfalls gering. Daher wird längst an eigenen Lösungen gebastelt. Wie in Ober- und Niederösterreich sind die Steirer quasi einig mit dem ÖAMTC. Katastrophenschutzreferent Kurt Kalcher: "Wir können eigentlich auf Knopfdruck starten, es wird nur noch an Vertragsdetails gefeilt."
Sprich: Die Steirer brauchen sich keine Sorgen zu machen, die Rettung aus der Luft ist auch am 1. Jänner gesichert. Allerdings könnten jetzt die Länder - und damit die Steuerzahler - die Krot schlucken und das jährliche Minus ausgleichen. Bis zu einer Million Euro könnte das pro Jahr und Bundesland kosten, wird kolportiert. In Zeiten von Sparbudgets auch kein Lärcherl...
von Jakob Traby, "Steirerkrone"








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