Fieser Plan

Mann fingiert Unfall, um Retter als Diebe zu denunzieren

Österreich
25.10.2010 15:51
Auf eine hinterhältige Idee ist ein steirischer Paketzusteller gekommen, nachdem er kassierte Kundengelder verspielt hatte: Er verursachte absichtlich einen Verkehrsunfall, um danach die Rettungskräfte des Diebstahls zu bezichtigen. Dies teilte die Sicherheitsdirektion Steiermark am Montag mit. Kriminalisten des Landeskriminalamtes brachten dann den wahren Sachverhalt ans Licht. Der Mann zeigte sich geständig, er wurde angezeigt.

Der 21-jährige Paketzusteller aus der Südsteiermark hatte Mitte Oktober von einem Kunden 1.060 Euro kassiert. Noch am selben Abend verspielte er laut Polizei das Geld in einem Wettlokal. Weil er nicht in der Lage gewesen wäre, die Summe am nächsten Tag beim Arbeitgeber abzuliefern, und er Angst um seinen Arbeitsplatz hatte, fuhr er am 15. Oktober, einem Freitag, in der Früh gegen 4.45 Uhr auf der L208 absichtlich gegen eine Straßenlaterne und landete im Straßengraben. Der junge Mann wurde leicht verletzt, an seinem Auto entstand Totalschaden. Nach der Erstversorgung wurde er ins LKH Wagna gebracht.

Mit dem absichtlich verursachten Unfall plante der Lenker zum einen, die Einsatzkräfte des Gelddiebstahles bezichtigen, und zum anderen, den Zeitwert des Fahrzeuges von rund 10.000 Euro von der Versicherung zu kassieren. Als er bei der Einvernahme zum Unfall behauptete, dass ihm die Einsatzkräfte von Rotem Kreuz, Polizei und Feuerwehr das Kundengeld gestohlen hätten, wurden das Landeskriminalamt mit den weiteren Ermittlungen betraut.

Im Zuge der weiteren Befragungen gestand der 21-Jährige schließlich. Er wurde wegen Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung und Verleumdung angezeigt.

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