Das Drama begann am Samstag gegen 17 Uhr bei einem Autohaus in Imst. Dort tauchte der 23-Jährige auf und zwang ein Ehepaar aus Wien, den eigenen Pkw sofort zu verlassen. Um die Forderung zu untermauern, steckte der Einheimische seine Hand in die Jackentasche, um eine Schusswaffe vorzutäuschen.
Anschließend raste der junge Familienvater auf der A12 in Richtung Landeck davon. "Zeugen, die von ihm überholt wurden, schätzten die Geschwindigkeit auf etwa 200 km/h", schildert ein Polizist der "Krone".
Er steuerte direkt auf den Tunnel zu
Bei der Tunnelgalerie "Fallender Bach" mussten weitere Zeugen das Unfassbare miterleben: Der Lenker steuerte direkt auf das Portal zu, wo der Alfa mit einem ohrenbetäubenden Krach zerschellte. "Der Mann war im Wrack eingeklemmt und wurde sofort von Notärzten behandelt", schildert Feuerwehr-Einsatzleiter Alois Ambacher. Die Florianijünger schnitten das Dach weg. Doch da war der in Wenns im Pitztal geborene 23-Jährige bereits tot.
Die Hintergründe der vermutlichen Verzweiflungstat: Wegen einer Lungenentzündung war der Imster in Spitalsbehandlung, wurde aber auf eigenen Wunsch entlassen. "Er nahm Medikamente, die mit den psychischen Problemen zusammenhängen könnten", so ein Ermittler.
von Andreas Moser, Tiroler Krone








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