06.11.2020 17:50 |

Landung im Februar

Halbzeit auf dem Weg zum Mars für Kärntner Drohne

Der mit einem speziellem Drohnen-Helikopter des Klagenfurter Forschers Stephan Weiss ausgerüstete Rover Perseverance der US-Raumfahrtbehörde NASA hat auf der Strecke zum roten Planeten bereits 235 Millionen Kilometer (!) zurückgelegt. Läuft alles nach Plan, wird am 18. Februar 2021 zur Landung angesetzt.

„Der Ende Juli zum Mars gestartete Rover Perseverance hat die Hälfte der Strecke geschafft. Auch wenn ich nicht glaube, dass es Kuchen geben wird, weil viele von uns von zuhause aus arbeiten, ist das doch ein Meilenstein“, sagt NASA-Forscherin Julie Kangas. In Klagenfurt verfolgt Stephan Weiss die Reise, seine Drohne ist an Bord. „Ein wichtiger Tag“, lächelt Weiss.

In Zahlen: 235 Millionen Kilometer hat der Rover zurückgelegt, dieselbe Anzahl hat er nun noch vor sich. Die Entfernung zum Mars schwankt übrigens beträchtlich: Sie beträgt zwischen 56 und 401 Millionen Kilometer. Die Ankunft wird für 18. Februar 2021 erwartet.

Der eine Tonne schwere Rover von der Größe eines Kleinwagens soll im Krater Jezero landen. Kangas: „Der Krater ist interessant, weil in seinem Boden Minerale identifiziert werden konnten, die sich nur bilden können, wenn Wasser vorhanden ist.“

Forscher glauben, dass sich dort vor Milliarden Jahren ein See befand. Auch das Klima und die Geologie des Planeten sollen erforscht werden. Dabei übernimmt der Kärntner Helikopter eine wichtige Rolle. Er kann natürlich nicht mit GPS gesteuert werden. Weiss: „Er verlässt sich auf eine Kamera und einen Algorithmus.“

Christian Tragner
Christian Tragner
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