Konflikt im O-Dorf

Für umstrittenes Wohnheim soll Inn-Promenade weichen

Tirol
24.10.2010 09:23
Das Vorhaben ist nicht unumstritten: Im O-Dorf soll anstelle einer öffentlichen Parkanlage am Inn ein Senioren-Wohnheim für 120 Personen entstehen. Nun sind die ersten Vorentscheidungen in zwei Ausschüssen gefallen. Skeptische Anrainer sollen in "intensiven Gesprächen" von der Notwendigkeit überzeugt werden.

Die Lage des betroffenen Grundstücks ist eine der besten im gesamten O-Dorf: Direkt am Inn mit freiem Blick Richtung Süden. Laut den Planern ist dies der einzig mögliche Standort in diesem Stadtteil: "Wir haben acht Varianten intensiv geprüft", berichtet der ressortzuständige Vizebürgermeister Franz X. Gruber (ÖVP). Zehn Jahre nahm dies in Anspruch.

Doch nun sind Entscheidungen gefallen: Der Ausschuss für Daseinsvorsorge und der Bauauschuss haben in dieser Woche grünes Licht gegeben. "Ich bin froh, dass das Projekt nun auf Schiene ist", sagt Gruber. Die Notwendigkeit, im O-Dorf ein Heim zu bauen, sei unbestritten: "Wir haben derzeit 200 Senioren im Umland untergebracht."

Die Anrainer sind skeptisch und fürchten um ihren Park, noch dazu, wo sogar die Inn-Promenade selbst verbaut werden soll. Allerdings soll das Gebäude dort auf Säulen stehen. Nun ist ein Architektenwettbewerb geplant. Geplanter Baustart: 2011 oder 2012.

von Philipp Neuner, Tiroler Krone

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