Tierleid boykottieren

Gans ohne Qual zum Martini-Fest

Rund um die Zeit des Martini-Gansl-Essens rückt auch die Herkunft der Tiere in den Fokus. In Österreich gibt es zahlreiche Bauern, die Weidegänse anbieten!

Es gibt zahlreiche Legenden, und niemand kann mehr sagen, wie, warum und wo das Brauchtum des Martini-Gansl-Essens entstand. Für die Tausenden Gänse und Enten, die jedes Jahr dafür ihre Federn lassen müssen, ist das auch nicht wichtig. Wichtig ist allerdings, dass wir Konsumenten darauf achten und hinterfragen, wie diese Tiere gelebt haben. Bei uns in Österreich ist das Stopfen von Federvieh per Gesetz verboten. In Ungarn oder Frankreich ist dieses barbarische Vergehen an Tieren leider noch immer eine hochgehaltene Tradition.

Bitte Hände weg vom billigen Braten aus dem Ausland
Kaufen Sie nun Gänsebraten aus diesen Ländern, dann können Sie davon ausgehen, dass das Tier ein Leben voller Schmerz und Qual erdulden musste. Sie werden lebend mehrfach gerupft, um ihre Federn und Daunen zu gewinnen, und sie werden grausam turbogemästet. Für diese Art der Zwangsernährung wird den armen Geschöpfen ein Metallrohr in den Schlund gestoßen und Unmengen von Futter eingeschüttet. Nicht selten platzt dabei der Magen. All diese Schmerzen, nur um den Vögeln eine Fettleber anzuzüchten! Besser bekannt als Foie gras oder Gänsestopfleber. Wie ein krankhaftes Organ für Menschen eine Delikatesse sein kann, ist mir unbegreiflich.

Unsere heimischen Bauern setzen vermehrt auf eine gute und tiergerechte Qualität. Unter www.weidegans.at finden sich zahlreiche Betriebe, die Gänse anbieten, die ihr Leben auf der Weide fröhlich schnatternd verbringen konnten. Profiköche schwören auf die Qualität des Fleisches der Weidegänse, das weniger fett, aber dafür fester, saftiger und aromatischer ist. Brauchtum und Kulinarik sind etwas Wunderschönes - aber bitte mit Verantwortung auch den Tieren gegenüber.

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

Daten und Fakten
Grausame Tatsachen zur Stopfmast: (Quelle: Verein „Vier Pfoten“) Dreiwöchige Tortur – Enten werden in der Regel bis zu 15 Tage, Gänse bis zu 21 Tage zwangsernährt. Drei Sekunden lang dauert eine Fütterung. Bis zu dreimal am Tag wird ein Metallrohr in den Rachen der Tiere gestopft. Durch die steigende Futtermenge vergrößert sich die Leber auf das Zehnfache ihrer normalen Größe. Sterblichkeitsrate bis zu vier Prozent (ohne Stopfmast bei etwa 0,2 Prozent.

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Sonntag, 16. Mai 2021
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