"Kafkaesk" seien die Vorwürfe, lässt JoWood mittlerweile per Erklärung wissen. Tatsächlich ist unklar, wie der Streit so weit eskalieren konnte und nicht intern geklärt wurde, statt in der Öffentlichkeit. Fest steht: Das Entwicklerstudio King Art aus dem deutschen Bremen richtete sich mit einer Warnung an Spieler und Redaktionen. Darin beschuldigen die Entwickler den Publisher JoWood, das Spiel "The Book of Unwritten Tales" ohne Authorisierung veröffentlicht zu haben.
Dabei soll es sich noch dazu um eine fehlerhafte Variante des Spiels handeln, die nicht vollständig gepatcht sei - Spielabstürze sollen von JoWood in Kauf genommen worden sein, ebenso wie die Unspielbarkeit eines bestimmten Rätsels. JoWood habe außerdem eigenmächtig das Spiel verändert und Teile gepatcht - allerdings nicht alle nötigen Dateien -, was King Art ebenfalls nicht erlaubt habe, so die Entwickler. Die fehlerhafte Version von JoWood/Adventure Company sei unter anderem seit Oktober auf Amazon erhältlich, vor dem Kauf sollten sich Spieler allerdings hüten, so King Art.
JoWood sieht den Sachverhalt klarerweise anders: JoWood habe die exakt gleiche Version veröffentlicht wie King Art, lediglich ohne Kopierschutz - was der Entwickler zurückweist. Man besitze schließlich die Distributionsrechte - was der Entwickler bestätigt. Das eigenmächtige Patchen sei notwendig gewesen, da sich King Art nicht kooperationsbereit gezeigt habe. Wie unter anderem "PCGames.de" berichtet, bereiten sich beide Parteien nun offenbar auf einen Rechtsstreit vor - wo möglicherweise die Hintergründe des öffentlichen Disputs aufgeklärt werden.










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