28.10.2020 19:40 |

Geplatzte Reisen

31 Mio. Euro an Thomas-Cook-Reisende ausbezahlt

Als Ausgleich für geplatzte Reisen mit dem insolventen Anbieter Thomas Cook hat Deutschland bisher mehr als 31 Millionen Euro gezahlt. In rund 21.100 Fällen hätten Pauschalreisende bereits Geld zugesprochen bekommen, teilte das Justizministerium am Mittwoch mit. 89.000 Reisende haben sich demnach gemeldet, aber nicht alle die erforderlichen Unterlagen eingereicht.

Noch bis zum 15. November könnten Anträge gestellt werden, erklärte das Ministerium. Fehlende Dokumente könnten auch später noch nachgereicht werden. Die deutsche Thomas Cook, die in den Sog der Pleite der britischen Mutter geraten war, hatte am 25. September vergangenen Jahres Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen hatte schrittweise alle gebuchten Reisen abgesagt, auch wenn sie bereits ganz oder teilweise bezahlt worden waren.

Video: Thomas-Cook-Pleite: Reisende zitterten um ihr Geld

Die deutsche Regierung entschied im Dezember, betroffenen Pauschalreisenden jenen Teil ihrer Ausgaben zu erstatten, den weder die Zurich-Versicherung noch Dritte ausgleichen. Voraussetzung ist, dass Kunden ihre Ansprüche zuvor beim Insolvenzverwalter gemeldet und bei der Versicherung geltend gemacht haben.

Das deutsche Justizministerium hatte stets betont, dass die Regierung die für die Thomas-Cook-Kunden reservierten 225 Millionen Euro aus reiner Kulanz zahle, als Ausgleich für das, was die Kunden von dritter Seite nicht ersetzt bekommen. In der Staatshaftung sieht sich die Regierung in Berlin nicht.

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