
Von Seiten der Behörden sei diesen Anträgen auf humanitäre Visa keine bevorzugte Behandlung zugesagt worden, erklärte Klaric auf eine entsprechende Frage. Es handle sich aber um ein "relativ unproblematisches" Prozedere, "das kann nicht ewig dauern". Die Mädchen und ihr Vater sollen dann wieder im "Freunde Schützen Haus" des Vereins Purple Sheep leben.
Zur weiteren Zukunft der Familie verwies sie auf die Aussagen von Innenministerin Maria Fekter, wonach nun die Entscheidung gegen die Gewährung des humanitären Bleiberechts für die Familie geprüft werde. Zudem schaue sie sich als Rechtsberaterin noch weitere Möglichkeiten an, so gebe es nach wie vor einen Asylantrag der Mutter.
Mädchen glauben an Urlaub
Die beiden Mädchen glauben nach Darstellung des Vereins nach wie vor, im Kosovo lediglich auf Urlaub zu sein. Dem Vater, den die Betreuer am Wochenende im Kosovo besucht haben, habe man mittlerweile kommuniziert, "es schaut gut aus".
Nachdem sich im Laufe der Zeit so viel "Misstrauen" bei ihr gegen die Behörden aufgestaut habe, könne sie selbst erst an eine für die Familie positive Lösung glauben, wenn sie wieder im Haus in Wien-Meidling Quartier bezogen hat, hielt Klaric fest. Der Mutter, die sich in stationärer psychiatrischer Behandlung in Wien befindet, hätten die Ärzte im Laufe des Montagabends die positiven Neuigkeiten nähergebracht.
Das Behörden-Hickhack über die Zuständigkeit für den negativen Bleiberechts-Bescheid wollte Klaric nicht im Detail kommentieren. Offensichtlich sei generell der "Ermessensspielraum sehr eng gesetzt" worden. Da allein ihr Verein rund 50 ähnlich betroffene Familien betreue, sei österreichweit mit einer noch größeren Zahl zu rechnen. Dass sich das Ministerium solche "Härtefälle" nun noch einmal anschauen will, begrüßte Klaric: "Wir glauben an diese Zusagen."









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