23.10.2020 06:01 |

Review-Rundschau

So schlägt sich Apples iPhone 12 in ersten Tests

Heute startet Apple mit dem Verkauf der ersten zwei von insgesamt vier neuen iPhone-12-Modellen. Das reguläre iPhone 12 und das potentere Pro-Modell werden ab sofort ausgeliefert, das kleine Mini- und das riesige Pro-Max-Modell folgen Mitte November. Rechtzeitig zum Start der neuen Generation mit 5G gibt es nun erste Testberichte - und die loben das Gerät zwar, orten aber auch die eine oder andere Schwäche.

So etwa beim IT-Fachmagazin „Heise“, das bereits erste Erfahrungen mit den neuen iPhones gesammelt und einen Kurztest zu den Geräten veröffentlicht hat. Auch bei den US-Kollegen von „The Verge“ hat man das neue Apple-Smartphone bereits einem ausführlichen Test unterzogen.

Darin geht man auf die haptischen und optischen Qualitäten der neuen Generation ein, probiert das 5G-Modem der neuen iPhones aus, ebenso die neue magnetisch-kabellose Ladeschnittstelle Magsafe und den Lidar-Lasersensor des Pro-Modells.

Mehr Diagonale bei gleicher Größe
Das neue, wieder etwas kantigere Design des iPhone 12 gefällt den Testern: Das iPhone 12 sei bei gleicher Bildschirmdiagonale nun etwas kompakter als der Vorgänger, beim Pro-Modell hat Apple durch schmälere Ränder ums Display bei nahezu gleicher Größe sogar 0,3 Zoll mehr Diagonale herausgeholt. Die Verarbeitung wird gelobt, als Problem sehen die Tester allerdings die aus dem Gehäuse hervorstehende Kamera, die ohne Hülle wohl schnell Schaden nimmt.

Magsafe-Magnet könnte stärker sein
Die neue magnetische Magsafe-Ladeschale, die es als optionales Zubehör für die iPhone-12-Generation gibt, könnte nach Einschätzung der „Heise“-Tester über etwas stärkere Magneten verfügen. Das iPhone wird von ihnen nicht automatisch an die richtige Position bewegt, vielmehr funktioniere der Magnet als Unterstützung.

5G stromhungrig, Tarife noch zu teuer
Das wohl spannendste neue Feature, das 5G-Modem für die neue Mobilfunkgeneration, ist für viele User vorerst wohl nur ein Extra, das sie nicht nutzen. Immerhin mangelt es sowohl an attraktiven Tarifen als auch an Netzabdeckung. Wer trotzdem 5G mit dem neuen iPhone nutzen will, sollte sich auf höheren Stromverbrauch gefasst machen. Den Testern zufolge frisst der 5G-Betrieb sehr viel Akku, weshalb das iPhone 12 immer, wenn es möglich ist, auf das LTE-Netz wechselt.

Lidar-Sensor hilft bei AR-Anwendungen
Der neue Lidar-Sensor, der mit Lasern die Entfernung zu Objekten misst, macht sich nach Einschätzung der Tester vor allem beim Autofokus der Kamera und bei Augmented-Reality-Anwendungen bezahlt. Für genaue Messungen mit der Maßband-App sei er aber nicht geeignet, da die Endpunkte nicht exakt genug gesetzt werden können.

„Exzellente“ Kamera bei beiden Modellen
Die Kamera des iPhone 12 (Pro) beurteilt das US-Technikmagazin „The Verge“ als „exzellent“. Das Standardobjektiv mit sechs Linsen und einer Blende von F/1.6 bis F/1.8 sollte auch bei weniger Licht gute Fotos knipsen, das Weitwinkelobjektiv und das beim Pro-Modell vorhandene Zoom-Objektiv machen das Kamera-System vielseitiger. Gefilmt wird in 4K-Auflösung mit Dolby-Vision-HDR, was in der Praxis „großartig“ aussehe.

Flotterer Prozessor, bis zu 3 GHz Takt
Der neue A14-Bionic-Prozessor arbeite in allen Belangen schneller als der Vorgänger A13 Bionic, urteilen die „Heise“-Tester. Der maximale Takt liegt bei drei Gigahertz, die RAM-Ausstattung beläuft sich beim normalen iPhone 12 auf vier, beim Pro-Modell auf sechs Gigabyte.

Akkulaufzeit geringer als letztes Jahr
Bei der Akkulaufzeit berichten die Tester von einem Rückschritt gegenüber früheren Generationen, was mit dem stromhungrigen 5G-Modem zusammenhängen könnte. Beim Pro-Modell erreiche man nicht die guten Laufzeiten des Vorjahresmodells, berichtet „The Verge“. Und auch beim regulären Modell seien in diesem Punkt leichte Rückschritte zu beobachten.

Fazit: Alles in allem werden die neuen iPhones als exzellente Smartphones beschrieben, für die freilich auch ein exorbitant hoher Preis fällig wird. In einigen Details - die Magnetstärke bei Magsafe, die aus dem Chassis hervorstehende Kamera, der hohe 5G-Stromverbrauch - wäre wohl noch mehr drin gewesen, urteilen die Tester. Und auch die Unterschiede zwischen dem regulären und dem Pro-Modell fallen eher gering aus, womit das teurere Modell eigentlich nur für Menschen interessant ist, die ausgiebigen Gebrauch von dessen Zoomlinse machen wollen.

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