22.10.2020 15:50 |

Tälertour Teil 11

Mein Metnitztal: Zwischen Bäumen, Bergen & Burgen

Kein Nebel, der in den Wäldern hängen würde; steile Hänge, große Traditionen, jahrhundertealte Geschichte, viele Erinnerungen - mein Metnitztal an der steirischen Grenze.

Waldreichtum ist eines der Merkmale des Metnitztales. Und für die Bäume ist auch genug Platz: Mit 223 Quadratkilometern ist Metnitz nach Wolfsberg und Malta die drittgrößte Gemeinde Kärntens und liegt auf Platz 20 im Österreich-Ranking. Grün ist dort überhaupt eine oft zu sehende Farbe: grüne Wälder, grüne Wiesen - und unser grüner Traktor, der 15er Steyr, mit dem Papa nicht nur das Heu eingebracht und Holzstämme transportiert, sondern auch uns Kinder aus dem Viertel dann und wann kutschiert hat.

Die erste Medaille
Auf der Flattnitz, auf der einst Silber, Eisen und Blei gewonnen wurden und wo die Gurker Bischöfe seit Jahrhunderten eine Sommerresidenz haben, habe ich meine erste Medaille gewonnen, weil ich in der „Pflughocke“ derart rasant um Mickey Maus, Pluto und deren Freunde ins Tor - ein Fliegenpilz gefahren bin. Ja, die wirklich wichtigen Erlebnisse bleiben einem im Gedächtnis! Eisenhut, Wintertaler und Hirnkopf gehören zu meinen ersten Gipfelsiegen.

Totentanz von Metnitz
In Metnitz habe ich mich erstmals auf die Bühne gewagt: Zwischen Karner, wo wir heute noch unsere Toten aufbahren, und Pfarrkirche wird ja alle paar Jahre der Totentanz gespielt, der auch auf dem mittelalterlichen Fresko zu sehen ist.

Einst stand im kleinen Ort auch eine Burg: Die kargen Überreste von Trübenberg haben zu meinem großen Abenteuerspielplatz gehört. Einer aus dem Geschlecht der Ritter von Metnitz, Gustav, war Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Klagenfurt; ihm ist übrigens der Metnitzstrand am Wörthersee gewidmet.

Friesacher Burghofspiele
Von der nächsten wichtigen Burg in meinem Leben ist noch viel mehr zu sehen: Auf dem Petersberg in Friesach, wo einst der Salzburger Erzbischof residierte, haben ja die Burghofspiele ihre Hauptbühne, die mit 25 mal 16 Metern auch die älteste und größte Freilichtbühne Kärntens ist.

Die Burgruinen und edlen Bürgerhäuser der ältesten Stadt Kärntens sind immer wieder schöne Kulisse für Spaziergänge, der Burgbau mit seiner gemütlichen Atmosphäre ist alljährlich einen Besuch wert. Im Metnitztal gibt es viel zu erleben!

Christina Natascha Kogler
Christina Natascha Kogler
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sonntag, 29. November 2020
Wetter Symbol