Tälerserie Teil 1

Mein Mölltal: Unter dem Glockner in da Sunnaseit’n

Kärnten
12.10.2020 18:22

Imposante Berge und urige Dörfer, belebt mit viel Herzlichkeit. Das Mölltal ist ein einzigartiges Juwel, welches selbst bei Einheimischen für atemberaubende Momente sorgt.

„In da Mölltålleit’n, in da Sunnaseit’n, da san die Blüamalan noch amål so schean“ - vermutlich kaum ein anderes Kärntner Lied erzählt so voller Stolz über die Schönheit eines Tales; und das zurecht. Bereits bei der Anfahrt in das Mölltal werden wir von einer einzigartigen Landschaft begrüßt, die mich als Unterkärntnerin jedes Mal aufs Neue fasziniert .

(Bild: Evelyn HronekKamerawerk)

Den Beginn eines abenteuerlichen Tages macht das Treffen mit dem Gründer der Original Fidelen Mölltaler Hubert „Huby“ Mayer. Er gibt in der Raggaschlucht in Flattach ein Musikstück zum Besten, das durch die nur 800 Meter lange, jedoch bis zu 200 Meter tiefe Schlucht hallt - und für Gänsehaut sorgt.

Hubert Mayer in der Raggaschlucht. (Bild: Evelyn HronekKamerawerk)
Hubert Mayer in der Raggaschlucht.

Brot, Butter und Speck
Als Kontrast dazu geht es in kurvenreicher Fahrt steil bergauf hoch hinaus zur Eggerhütte; einer urigen Einkehr in Großfragant, die bereits seit 40 Jahren von der Sennerin Maria bewirtschaftet wird. In mühsamer Handarbeit entstehen kulinarische Schmankerl wie Butter, Speck und Brot; unglaublich, wie gut das ist

Feine Jause auf der Eggerhütte in Großfragant. (Bild: Evelyn HronekKamerawerk)
Feine Jause auf der Eggerhütte in Großfragant.

Wieder zurück im Tal, empfängt uns die junge Generation: die “Sadnig Buam und Dirndln", ein Heimat- und Trachtenverein, der bereits seit 53 Jahren Brauchtum lebt - vor allem tanzt; wie uns bereits die Kleinsten in ihren prächtigen Kleiderln stolz demonstrieren.

(Bild: Evelyn HronekKamerawerk)
Bereits die Jüngsten des Heimatvereins der „Sadnig Buam und Dirndln“ sind mit vollem Eifer dabei und präsentieren stolz ihr Können. (Bild: Evelyn HronekKamerawerk)
Bereits die Jüngsten des Heimatvereins der „Sadnig Buam und Dirndln“ sind mit vollem Eifer dabei und präsentieren stolz ihr Können.

Tradition im Mölltal
Die Tradition, die hat im Mölltal sehr großen Stellenwert. Dazu gehört auch die Erhaltung der acht Apriacher Stockmühlen. Sie arbeiten mit ihrer jahrhundertealten, verlässlichen Technik und mahlen das Korn der Bergbauernhöfe.

Die urigen Apriacher Stockmühlen. (Bild: Evelyn HronekKamerawerk)
Die urigen Apriacher Stockmühlen.

Zum Abschluss unseres Tages geht’s noch ganz hinein, fast bis in den Talschluss ins malerische Heiligenblut; in das Haus der Steinböcke. Ein informatives Meisterwerk, das die besondere Nähe der Mölltaler zur Tier- und Pflanzenwelt touristisch aufbereitet dokumentiert.

(Bild: Evelyn HronekKamerawerk)

Trotz der Unzahl an Schönheiten, die das Mölltal zu bieten hat, ist für mich die Kirche in Heiligenblut etwas ganz besonderes: Zum einen dezent und zierlich und zum anderen so ausdrucksstark, dass sie mit dem Hintergrund konkurrieren kann: dem Glockner, der sich, wie es Ihrer Majestät zusteht, nur zeigt, wenn er will.

Morgen in Ihrer „Krone“-Tälerserie: Das Lieser- und Maltatal!

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