Tälertour Teil 3

Mein Gailtal: Wo Reiter echten Almkäse genießen!

Kärnten
14.10.2020 17:21

Erst wild, dann sanft fließt die Gail vom Lesachtal nach Villach und verleiht dem farbenfrohen Tal mit seinen schroffen Berghängen und dem fruchtbaren Talboden seinen Namen.

Eingebettet zwischen den Karnischen und Gailtaler Alpen ist das Gailtal ein ganz besonderes Stück Kärnten. Reich an Brauchtum, Geschichte und Tradition, zählt die Gailtaler Tracht zu den schönsten Österreichs, während das Kufenstechen zu den spektakulärsten und oft besungenen Reiterbräuchen überhaupt gehört.

„Heut bin i a Gailtaler Reiter, weit uma da schneidigste Bua, Heut hol i beim Stechen mir’s Kranz’le, und morgen das Diandle dazua.“

Die Bergwelt der Karnischen Alpen zieht alljährlich Bergsteiger und Wanderer an. Im Bild der Karnische Hauptkamm mit Eiskar. (Bild: Wallner Hannes)
Die Bergwelt der Karnischen Alpen zieht alljährlich Bergsteiger und Wanderer an. Im Bild der Karnische Hauptkamm mit Eiskar.

Viele Künstler, unter ihnen die berühmten Maler des Nötscher Kreises, Sebastian Isepp, Anton Kolig, Franz Wiegele und Anton Mahringer, haben Tal, Leute und seine Schönheiten, wie die Wulfenia und die Bergwelt inspiriert. Apropos Fels: Nirgendwo auf der Welt ist die Erdgeschichte über einen so langen Zeitraum sichtbar wie im Geopark Karnische Alpen, wo übrigens auch der südlichste Gletscher Österreichs zu finden ist.

Die Egger Alm hoch über Hermagor mit dem Oberen Gailtal im Hintergrund. (Bild: Peter Maier)
Die Egger Alm hoch über Hermagor mit dem Oberen Gailtal im Hintergrund.

Sommer auf den Almen
In den heißen Sommermonaten spielt sich das Leben auf den lieblichen Almen ab, wo die Luft kühler ist, das Vieh weidet und der EU-geschützte köstliche Gailtaler Almkäse produziert wird. Eine herzhafte kulinarische Besonderheit, die genauso gern aufgetischt wird wie der Gailtaler Speck und Lesachtaler Bauernbrot. Nicht fehlen darf dabei ein Gläschen des erstklassigen, mehrfach ausgezeichneten Loncium-Biers, das Klaus Feistritzer und Alois Planner im Bergsteigerdorf Mauthen nach höchster Kunst, Qualität und Kreativität brauen.

Die beiden sind ein wichtiger Teil der weltweit ersten Slow Food Travel Destination, denn viele Gail-, Gitsch- und Lesachtaler haben den Mehrwert einer regionalen, unverfälschten Lebensmittelproduktion erkannt. Und das schmeckt man. Mein Tipp: Ein Frühstück bei Slow Food Bäckermeister Thomas Matitz in Kötschach. Sein „Brot der Alpen“ ist ein Genuss.

„Krone“-Reporter Hannes Wallner überm Gailtal. (Bild: Wallner Hannes)
„Krone“-Reporter Hannes Wallner überm Gailtal.

Von Verbauung verschont, leben viele im Gailtal von Landwirtschaft und Tourismus rund um das Nassfeld, einem der Top 10-Skigebiete Österreichs, und genießen das Leben zwischen hohen Gipfeln, der Nähe zu Italien, intakter Natur und dem Pressegger See.

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