"Die Erleichterung ist bei uns riesengroß", atmet Bürgermeister Andreas Kühberger auf. Nach monatelangen zähen Verhandlungen, in denen vor allem Grundstückeigentümer Heinrich Prinz Reuss eine wichtige Rolle gespielt hatte, konnte am Freitag endlich der Abschluss vermeldet werden: Der finanziell schwer angeschlagene Elfenberg wird eine Tochtergesellschaft des Tierparks Herberstein, der seit Oktober 2006 im Landesbesitz ist. Bei der Regierungssitzung am Montag soll die Vereinbarung abgesegnet werden.
Wermutstropfen: Elfenberg im Winter geschlossen
Am Elfenberg herrschte natürlich Jubel, etwa bei Geschäftsführer Eberhard Rosemann: "Für uns war wichtig, dass der wunderschöne Park in seiner derzeitigen Form erhalten bleibt." Das Gelände wird also nicht, wie anfangs oft gemunkelt wurde, verkleinert werden. Dennoch bleibt ein Wermutstropfen: Im Winter bleiben die Tore geschlossen - zu groß war in den vergangenen Jahren das Defizit gerade in den kalten Monaten. "Wir sperren im Winter in Zukunft nur dann auf, wenn es eine schwarze Null gibt", heißt es aus dem Büro von Tourismuslandesrat Hermann Schützenhöfer.
Herberstein-Chefin ist neue Nummer eins
Neue Geschäftsführerin am Elfenberg wird Doris Wolkner-Steinberger, die auch Leiterin des Tierparks Herberstein bleibt. Sie wird künftig die Geschicke beider Einrichtungen bestimmen. "Es geht für mich zurück zu den Wurzeln", freut sich Wolkner-Steinberger. Sie war nämlich bereits vier Jahre lang, bis 2006, Oberhaupt am Elfenberg. Durch Zusammenlegung bei Marketing, Rechnungswesen oder Einkauf sollen in Zukunft Kosten gespart werden. Es gibt also eine Zukunft am Elfenberg und für die Tiere. Bürgermeister Kühberger: "Es hat sich ausgezahlt, bis zu elf Stunden am Stück zu verhandeln."
Die Rettung im Detail
von Jakob Traby, "Steirerkrone"








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