Schutzgesetz erweitert

Anpassung, um Tirols Postkartenmotive zu erhalten

Tirol
18.10.2020 14:00
Um historische Gebäude, die das Landschaftsbild in Tirols Gemeinden prägen, breiter zu schützen, wurden im Landtag Anpassungen im „Stadt- und Ortsbildschutzgesetz“ (SOG) beschlossen. Initiiert wurden sie vom zuständigen Landesrat Johannes Tratter, der die „Postkartenmotive“ der Ortschaften erhalten möchte.

Derzeit stehen in 13 Tiroler Gemeinden das Ortsbild prägende Gebäude in 21 Schutzzonen. Das garantiert, dass bauliche Maßnahmen nur unter bestimmten Aspekten durchgeführt werden können. Durch die Adaptierung im SOG wird es ab sofort auch umfassende Erhebungen geben, welche kulturlandschaftlichen Ensembles – also Objekte bäuerlicher Architektur mit kulturhistorischer Bedeutung – als schützenswert gelten. Die zweite Anpassung betrifft die Finanzen.

Vorabreiten werden gefördert
Wurden bisher bei Sanierungen nur die Mehrkosten gefördert, so kann es nun schon für Vorarbeiten (etwa die historische Aufarbeitung oder die statische Abklärung von Gebäuden) eine finanzielle „Spritze“ geben. „Dadurch setzen wir ein Zeichen, um die Postkartenmotive für weitere Generationen zu erhalten“, betont Tratter.

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