Eins vorab: Ex-Graz-Legionär Ewald Brenner (von 1997 bis 1999 beim GAK) ist am Samstag in Liebenau gegen Sturm dabei. Aber sollte er? Das war nach seinem Tritt ins Gesicht des Salzburgers Mendes (der ein Cut erlitt, später aber ein Tor beim 2:1-Sieg erzielte) die große Frage. Der Senat 1 ermittelte (weil sich die Causa abseits der Wahrnehmung von Referee Schörgenhofer abgespielt hätte) und sprach den 35-Jährigen nach Intervention von Ried-Anwalt Vogl dann doch frei.
"Für mich stellt sich die Frage, warum man so einen Wirbel veranstaltet, wenn dann doch nichts dabei rauskommt", schüttelt Sturm-Coach Franco Foda den Kopf, "erst hat der Referee nach Meinung des Senats keine freie Sicht gehabt, zwei Tage später dann wieder doch." Absicht unterstellt er Brenner nicht: "Es war aber eine äußerst unglückliche Aktion."
Der Ex-Rieder Thomas Burgstaller nimmt Brenner in Schutz ("Keine Absicht, dafür ist er nicht der Typ"), Imre Szabics (beim letzten 3:0 in Ried zweifacher Torschütze) sieht die Sache aber differenzierter: "Ich hab's mir im TV angeschaut - es war eine sehr unnatürliche Bewegung, beim Landen nach dem Luftkampf so nach hinten zu treten. Subjektiv bin ich der Meinung, dass es hier eine Sperre hätte geben können."
Ohne es laut auszusprechen, halten viele bei Sturm das Riesentheater der Rieder nach der Attacke des Rapidlers Hesselink an Lexa für übertrieben - gemessen an der Causa Brenner. Wobei Ried der Ausfall von Lexa zweifellos mehr weh tut, als es eine Sperre von Brenner getan hätte.
Salzburgs Millionäre gegen KSV unter Druck
In Salzburg wissen die Kapfenberg-Fans ja nie, was rauskommt: Von der höchsten Bundesliga-Niederlage (3:7 am 24. 10. 2008) bis zum historischen Auswärtssieg (5:2 am 22. 11. 2008) war alles schon da. Zuletzt hielten die "Falken" den Meister 255 Minuten torlos: Vorm 0:0 beim Saisonstart gab's einen 2:0-Sieg, der das Stevens-Team fast den Titel gekostet hätte.
"Dieser Gegner liegt uns", sagt Markus Felfernig, der acht Jahre für Salzburg gespielt hat, "gegen die Millionäre können wir zeigen, dass Geld allein nicht alles ist. Dass ihr Kunstrasenvorteil nun weg ist, ist gut für uns. Außerdem laufen sie in der Tabelle wie die Bayern hinterher - jetzt darf ihnen nichts mehr passieren, gegen einen Außenseiter wie uns schon gar nicht! Wir haben dagegen nix zu verlieren."
Wo die Falken einhaken wollen? "Die Salzburger haben laut Statistik am wenigsten Zweikämpfe gewonnen." Ob sie gerade vor dem Juventus-Spiel die Knochen riskieren?
von Volker Silli, "Steirerkrone"








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