"Es ist eine besondere Partie, immerhin bin ich ja ein Rapid-Spieler", betonte Prokopic. "Ich will mir keinen zusätzlichen Druck auferlegen. Ich werde mich gut vorbereiten, wie auf jede andere Partie auch, und locker ins Spiel reingehen", fügte der Innsbrucker Aktivposten hinzu. Prokopic war in der Winterübertrittszeit zu den Tirolern gewechselt, hatte mit der Elf von Coach Walter Kogler den Aufstieg in die Bundesliga geschafft, wo der Club nun für Furore sorgt. "Im Winter wurde mir bei meinem Wechsel gesagt, dass ich den nächsten Schritt machen, mich weiterentwickeln soll. Das ist mir bis jetzt ganz gut gelungen", zog Prokopic eine zufriedenstellende persönliche Zwischenbilanz.
"Nächste Spiele werden richtungsweisend"
Mit sensationellen 20 Punkten aus neun Spielen stehen die Innsbrucker nach dem ersten Saisonviertel an der Tabellenspitze. "Das hat man sicher nicht erwarten können, wir wissen aber schon, dass wir Potenzial haben", meinte Prokopic. Auf die Tiroler warten nun aber in den nächsten Spielen harte Brocken, nach dem Rapid-Spiel geht es zweimal gegen Meister Salzburg (24. und 27. Oktober), dann auswärts gegen Sturm Graz (30. Oktober). "Die nächsten Spiele werden richtungsweisend sein, ob wir vorne mitspielen können oder nur im Mittelfeld", ist sich Prokopic bewusst.
"Wir sind heiß auf Rapid"
Den Hütteldorfern sagte der trickreiche Offensivspieler, der die Stimmung auf den Rängen bei Rapid und in Innsbruck als Maß aller Dinge in Österreich bezeichnete, den Kampf an. "Wir haben gezeigt, dass wir gegen jeden Gegner gute Spiele absolvieren können. Wir sind heiß auf Rapid, haben Selbstvertrauen und vielleicht gelingt uns ja auch im Hanappi-Stadion eine Überraschung", sagte Prokopic. Die erste Saisonniederlage gegen Wiener Neustadt vor der Länderspielpause (0:1) ist abgehakt. "Die Niederlage war kein Problem, so etwas kann passieren. Die Mannschaft hat richtig darauf reagiert", meinte Prokopic.
Wie man gegen Rapid gewinnen kann, wissen die Tiroler spätestens seit dem klaren 4:0-Auftaktsieg im Tivoli-Stadion genau. Prokopic wirkte im direkten Duell in der ersten Runde nur in der Anfangsphase mit, musste nach einem Kopfballduell mit Sonnleitner genauso wie sein Gegenspieler mit einem Cut vom Feld.
Kogler setzt voll auf das Top-Talent
Prokopic ist im Tiroler Ensemble im zentralen Mittelfeld gesetzt und hat ziemlich viele Freiheiten, da ihm der Tscheche Tomas Abraham den Rücken freihält. Coach Kogler setzt voll auf das Talent. "Er ist ein Trainer, der dich nach einer schwächeren Partie nicht gleich auf die Bank setzt", ist Prokopic zufrieden. Aus diesen Gründen macht es ihm im Wacker-Dress derzeit besonders viel Spaß. "Meine Lieblingsposition ist die im zentralen offensiven Mittelfeld, da komme ich besser zur Geltung als auf der Seite", erklärte Prokopic.
Sein Leihvertrag beim Aufsteiger läuft bis Sommer 2011, die Hütteldorfer haben allerdings die Möglichkeit den talentierten Jungkicker bereits im Winter zurückzuholen. Prokopic selbst hofft aber, dass der Rekordmeister von dieser Klausel nicht Gebrauch macht. "Ich denke nicht zu viel darüber nach, glaube aber, dass es für mich besser wäre, würde ich das ganze Jahr bei Wacker durchspielen", sagte Prokopic.
Pacult: "Er hat eine erfreuliche Entwicklung gemacht"
Rapid-Coach Peter Pacult ist die gute Form des Mittelfeldspielers jedenfalls nicht verborgen geblieben. "Er hat eine erfreuliche Entwicklung gemacht. Er spielt in Tirol auf einer Position, die es so bei uns nicht gibt. Das heißt aber nicht, dass er eine andere Position nicht auch spielen könnte", hatte der Wiener schon vor einigen Wochen gesagt. Fernziele des Mittelfeldspielers, der 2004 von seinem Jugendclub SV Horn zu den Rapidlern gestoßen ist und am 8. Juli 2008 seinen ersten Bundesligaeinsatz (gleich von Beginn an/bis zur Pause) bei der 1:3-Auswärtsniederlage gegen Sturm Graz hatte, sind der Wechsel zu einem Club in einer europäischen Topliga sowie der Sprung ins Nationalteam.
Sowohl das slowakische als auch das österreichische Team sind für den Doppelstaatsbürger ein Thema. "Ich habe bis zu meinem 14. Lebensjahr in der Slowakei gelebt, fühle mich aber auch in Österreich sehr wohl", meinte Prokopic. Bis dahin wolle er aber langsam einen Schritt nach dem anderen machen, vor allem da ihn in der Vergangenheit Verletzungen immer wieder zurückgeworfen hatten - 2008 etwa ein Bandscheibenvorfall, 2009 ein Seitenbandriss im Knie.








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