Wilder Salto

Schrecksekunde für Niki Hosp vor ihrem Sölden-Comeback

Tirol
13.10.2010 11:05
"Der Vorverkauf verspricht wieder an die 30.000 Zuschauer", sagt Rennleiter Rainer Gstrein höchst zufrieden. In Sölden laufen derzeit die Telefone wegen Kartenbestellungen für den Weltcup-Auftakt am 23. und 24. Oktober heiß. Die Fans würden am liebsten wieder eine rot-weiß-rote Sternstunde erleben. Wie vor nunmehr schon acht Jahren: Als ein blutjunges Dirndl mit Startnummer 36 auf dem eisigen Gletscher für eine "heiße" Sensation gesorgt hatte.

Niki Hosp war nicht einmal noch 19, als sie in Sölden zeitgleich mit Tina Maze und Andrine Flemmen triumphierte. In eineinhalb Wochen kehrt sie auf jenen Hang zurück, der ihr so viel Glück gebracht hat. Aber auch so viel Leid. Vor allem im Vorjahr, als die Olympia-Saison eben dort nur wenige Sekunden, nachdem sie begonnen hatte, auch schon wieder zu Ende war. Auch auf ihrem Weg zum Comeback hatte sie eine gewaltige Schrecksekunde zu überstehen, wie erst jetzt bekannt wurde.

Das Kreuzband hält
"Wir haben das ganz bewusst nicht an die große Glocke gehängt", erklärt Damen-Chef Herbert Mandl. Er meint jenen wilden Salto im Slalom-Training, bei dem sich die Tirolerin eine Kapselverletzung im Knie zuzog und deshalb wieder tagelang nicht trainieren konnte. "Aber sie hat wenigstens gesehen", so Mandl, "dass das Kreuzband absolut hält".

Mittlerweile ist Hosp wieder topfit. Und natürlich eine der Gesetzten, wenn es für Österreichs Damen heute in Sölden um die letzten freien Startplätze für den Weltcup-Auftakt geht. Das Team der Herren wird zur gleichen Zeit auf dem Hintertuxer Gletscher ermittelt: Und dort müssen mit Slalom-Doppelweltmeister Mario Matt sowie Stephan Görgl, zwei bekannte Namen, um einen der vier übrigen Plätze kämpfen.

von Peter Frauneder, Kronen Zeitung

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